Lizenzen? Haufenweise! Technik? Einwandfrei! Unter besten Voraussetzungen schickt Midway seinen Racer ins Rennen.
A ction-Rennspiele waren noch nie so beliebt wie heute. Warum nicht die gute alte "Rush"-Serie wiederbeleben, sie mit einer Prise "Need for Speed" und "Burnout" garnieren und...tatatata! Fertig ist der x-te, aber deswegen keinesfalls schlechte, Action-Racer.
STORY: Sie sind einer der besten Fahrer von ganz L.A. und haben sich einen Fuhrpark mit spektakulären Rides erarbeitet. Eines Tages aber scheint alles aus zu sein. Sie haben die Klappe zu weit aufgerissen und kassieren die Quittung: Der Ober-Gangsta nimmt Ihnen alle Karren ab -- bis auf eine. Was tun? Von vorne anfangen, alle Wägelchen zurückgewinnen und eng mit den Homies von West Coast Customs ("Pimp my Ride") zusammenarbeiten. So schaut's aus!
SPIEL: Wie bereits erwähnt, spielt sich "L.A. Rush" wie eine Mischung aus "Need for Speed: Underground 2" und "Burnout". Sie rasen durch die frei befahrbare Engels-Stadt und steuern auf der Karte eingezeichnete Spots an. Verschiedene Checkpointrennen, die meist Startgebühr kosten, warten auf Sie. Siege bringen Prämien -- logisch. Zwischendurch starten Sie Beschaffungs-Missionen, bei denen Sie einen Wagen möglichst unbeschädigt von A nach B bringen, Vergeltungs-Missionen (Zerstörungs-Orgien) oder Sie nehmen an Stunt-Rennen teil. Übers Handy werden Sie über neue Events informiert, ab und an gibt's eine Cutscene zu sehen. Haben Sie genügend Schotter beisammen, sollten Sie bei den Tuningexperten von West Coast Customs vorbeischneien und den Schlitten für's nächste Street-Race aufmöbeln lassen.
Insgesamt bietet "L.A. Rush" mehr als 35 lizenzierte Autos. Ganz stilecht natürlich in erster Linie große, amerikanische Schleudern. Technisch gibt's kaum was zu meckern: Selten haben wir so dichten Verkehr auf virtuellen Straßen gesehen, der die Framerate gänzlich unbeeindruckt lässt.
FAZIT: Auch wenn das Spielprinzip schon etwas ausgelutscht ist, "L.A. Rush" macht Laune. Ein schönes Los Angeles mit fünf frei befahrbaren Stadtteilen, einer gewaltigen Weitsicht, einem immensen Verkehrsaufkommen und Palmen, die sich ganz sachte im Wind wiegen. Leider sind die Missionen auf Dauer eintönig. Kaum Abwechslung! Auch haben wir für unseren Geschmack zu wenige Videosequenzen gesehen. Und wieso hat man die zugkräftige West-Coast-Customs-Lizenz nicht stärker genutzt? Wieso kann man nicht mitentscheiden, wo die schrauben? Schade wirklich! Da wäre viel mehr drin gewesen!pr
