Steve Martin und seine zwölf Kinder sind zurück. In einem turbulenten Sommerurlaub ist Chaos vorprogrammiert
Komödien sind ein lu- kratives Geschäft. Ihre Budgets entsprechen bei weitem nicht denen von Actionfilmen oder Weltraumschlachten, an der Kinokasse und auf DVD können sie aber locker mithalten. Ein Beispiel gefällig? "Mission Impossible III" spielte 2006 in den USA 130 Mio. Dollar bei 150 Mio. Produktionskosten ein. "Im Dutzend billiger" dagegen spülte 2003 138 Mio. in die Kinokassen, verschlang aber nur 40 Mio. Ein Grund dafür, dass die Studios bereit sind, Comedy-Superstars wie Jim Carrey oder Adam Sandler Rekordgagen zu zahlen.
Spaß-Ikone Steve Martin, der trotz konstant guter Komödien nie auf Blockbuster abonniert war, erfand sich in den letzten Jahren neu. Der Moderation der "Oscar"-Verleihungen 2001 und 2003 verdankte der heute 61-Jährige einen ähnlichen Karriereschub wie einst Billy Crystal Anfang der 1990er. "Haus über Kopf" wurde im März 2003 zum Megahit, den das "billige Dutzend" im Dezember des Jahres noch übertraf. Ein Sequel war unausweichlich.
See-Fahrer
Weil die ältesten ihrer zwölf Kinder flügge werden, plant das Ehepaar Tom (Steve Martin) und Kate Baker (Bonnie Hunt) einen letzten gemeinsamen Familienurlaub. Ziel ist ein idyllischer See, an dem die Bakers schon früher tolle Zeiten erlebt haben. Doch diesmal verwandeln Tom und sein alter Rivale Murtaugh (Eugene Levy) den Aufenthalt in einen Clan-Wettstreit.
Der Regiekommentar ist relativ belanglos. Adam Shankman teilt uns darin z.B. mit, was zu welcher Tageszeit gedreht wurde oder dass die Fox-Bosse die Ratte "Schlitzohr" häufiger sehen wollten. Die restlichen Extras bestehen aus Marketing-Featurettes, in denen es lobende Statements und Filmausschnitte zu sehen gibt. PK n
