Hustle & Flow

Test

Wie schon Curtis Hanson mit "8 Mile" erzählt auch Craig Brewer von dem langen Weg, bis Träume Wirklichkeit werden

Mit gepimptem Wagen, Dauerwelle und weißem Unterhemd kutschiert Zuhälter DJay (Terrence Howard) die blonde Nola (Taryn Manning) durch die heruntergekommenen Straßen von Memphis. Doch von Prunk und Lifestyle eines echten Hustlers ist bei DJay keine Spur zu finden. Mehr und mehr fühlt er sich bereits an der Endstation angekommen, bis er zufällig auf seinen alten Kumpel Key (Anthony Anderson) trifft. Der ist mittlerweile Toningenieur und lässt in dem Kleinganoven den einstigen Traum von einer Karriere als Rapper wieder auflodern.

From Zero to Hero

Zusammen mit Key und dem schlaksigen weißen Kirchenmusiker Shelby (DJ Qualls) macht sich DJay daran, in seinem heruntergekommenen Haus erste Songs aufzunehmen. Seine schwangere Freundin Shug (Taraji P. Henson) steuert die Background-Vocals bei. Als sich schließlich der aus Memphis stammende Rap-Superstar Skinny Black (Ludacris) für einen Besuch in seiner Heimatstadt ankündigt, sieht DJay die große Chance gekommen, sein Leben zu ändern ...

Da sich absolut kein Filmstudio für "Hustle & Flow" interessieren wollte, sprang Produzent John Singleton ("Vier Brüder") kurzerhand selbst als Sponsor in die Bresche und finanzierte das Projekt, das beim Sundance Festival 2005 mit dem Publikumspreis und bei den Academy Awards 2006 mit einem "Oscar" für den besten Song ausgezeichnet wurde.

Wie der Streifen letztlich innerhalb von nur vier Wochen realisiert wurde, vertiefen die Featurette "Auf alle Fälle wichtig", das allgemeine Making of und der Audiokommentar von Regisseur und Drehbuchautor Craig Brewer. Selbstverständlich ist neben Aufnahmen von der Premierenfeier in Memphis auch eine eigene Featurette über die Entstehung der Filmmusik zu finden.TO n

Fazit

Film-Check: Trotz einiger Klischees und der hinlänglich bekannten "Jeder kann es schaffen"-Story ist "Hustle & Flow" eine überaus sehenswerte und authentische Milieustudie, die man dank der durchweg guten Schauspieler auch toleranten Nicht-Hip-Hoppern zumuten kann.Neben dem Hauptdarsteller Terrence Howard ist es vor allem Taraji P. Henson als dessen Freundin Shug, die für einige emotionale, rührende Momente sorgt. Zwar nicht so genial wie in "8 Mile", aber dennoch mitreißend sind außerdem die Rap-Sessions. Wenn DJay zum ersten Mal "Whoop that Trick" ins Mikro bellt, möchte man am liebsten aus dem Sessel aufspringen und mitrappen.
DVD-Fazit: Während das Bild von den Low-Budget-Wurzeln des Films zeugt, lässt der druckvolle Sound kaum Rückschlüsse darauf zu. Die Extras bieten eine angenehme Mischung aus Unterhaltung und Information. Insgesamt eine solide Disc.

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