Homefront: The Revolution im Test - Die spielerische Revolution bleibt aus. Teil 2 der Homefront-Reihe ist ein solider Open-World-Shooter, der aber noch viel Feinschliff vertragen hätte.
Eigentlich sollte unser Test des am 20. Mai erschienenen Spiels nicht mit Bug-Berichten und Patch-Protokollen beginnen, aber leider wird Homefront: The Revolution genau von dieser Thematik überschattet, vor allem auf PS4 und Xbox One. Bis Anfang Juni waren bereits drei große
Quelle: Games Aktuell
Ganz gut:
Die Story-Missionen sorgen für angenehme Spannung. Hier etwa müssen wir unser Flugabwehrgeschütz mehrere Minuten gegen anrückende Gegner verteidigen. (PC)
Updates erschienen, doch auch Version 1.03 ist so weit von der Fehlerfreiheit entfernt wie Nordkorea von der Demokratie. Am auffälligsten sind die Framerate-Probleme, das Spiel leidet unter Dauerruckeln. Beim Spielen dachten wir ständig "Ein Königreich für 30 Bilder pro Sekunde", aber 30 fps - bei einem Ego-Shooter eigentlich eine Mindestanforderung - werden auf Konsole nie erreicht. Meist schwankt die Bildrate zwischen ruckeligen 25 fps und sehr ruckeligen 20 fps. Bei Gefechten mit vielen Gegnern werden die Slowdowns noch schlimmer und machen Homefront: The Revolution fast unspielbar, weil das Zielen und Treffen zur Glücksache wird.
Dazu kommen jede Menge Bugs. Panzer fallen vom Himmel, Figuren schweben in der Luft oder fallen einfach vom Himmel, andere stehen plötzlich ohne Waffen da und zielen buchstäblich mit den Fingern. Auch nervig: Bei jedem Autospeichervorgang friert das Bild für ein paar Sekunden ein, was man im Jahre 2016 nur mit Kopfschütteln quittieren kann. Für eine (laut Entwickler) kleine Gruppe von PS4-Spielern gab es sogar einen sogenannten Game-Breaking-Bug, das h
Quelle: Games Aktuell
Entdeckt:
Überall fliegen die fiesen koreanischen Drohnen herum. Schnell fliegen heißt jetzt die Devise. (PS4)
eißt, diese konnten nicht mehr weiterspielen, da alle Missionssymbole auf der Map plötzlich verschwunden sind. Auf PC gibt es die Bugs leider auch, aber zumindest kann man mit einem potenten Rechner bzw. durch Herabsetzen der Grafik-Einstellungen ein flüssiges Spielerlebnis genießen.
Wann verschwinden die Bugs?
Entwickler Dambuster Studios verspricht, die Bugs schnellstmöglich zu fixen und auch an einer verbesserten Framerate auf PS4 und Xbox One will man arbeiten. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Wir halten euch auf gamesaktuell.de natürlich auf dem Laufenden, können zum jetzigen Zeitpunkt aber keinesfalls eine Kaufempfehlung aussprechen.
Die ersten Spielminuten kommen zwar atmosphärisch rüber (huch, endlich mal wieder echte Schauspieler im Intro!), aber recht schnell fällt die eindimensionale Charakterzeichnung eurer Mitstreiter im Widerstand gegen die koreanische Besatzung auf. Ein Klischee jagt das nächste und zu allem Überfluss spielt ihr einen Helden, den ihr nicht seht, der nicht spricht und der als bloßer Befehlsempfänger so viel Persönlichkeit und Identifikationspotenzial besitzt wie ein Kieselstein. Auch der Feind, also das wiedervereinte koreanische Reich, strahlt zwar eine gewisse
Quelle: Games Aktuell
Motivierend:
Je mehr Aufgaben ihr erfüllt, desto deutlicher sind die Spuren des Widerstands in den Zonen erkennbar. (PC)
Bedrohung aus, ein konkreter Bösewicht, auf den man seinen Hass projizieren könnte, wird aber schmerzlich vermisst.
War der Vorgänger noch ein linearer Shooter Marke Call of Duty, orientiert sich The Revolution am Open-World-Konzept eines Far Cry 4. Eure Hauptaufgabe ist die Befreiung des Anführers der Revolutionsbewegung, Benjamin Walker. Auf dem Weg dorthin ergeben sich durchaus überraschende Wendungen. Wollt ihr eine der zehn feindlichen Zonen einnehmen, müsst ihr erst die Bevölkerung im Viertel aufwiegeln. Ihr beschützt Passanten vor den Soldaten, manipuliert Propagandaradios und wenn die Stimmung den kritischen Punkt erreicht, könnt ihr die gepanzerte Basis stürmen. Klar, solche Routineaufgaben gehen einem irgendwann auf den Zeiger, insgesamt gestalten sich die Aufgaben aber durchaus vielfältig, zumal es regelmäßige Schleichmissionen gibt. Ihr könnt Drohnen hacken, Böller zur Ablenkung nutzen oder mit einem ferngesteuerten Auto eine Bombe hinter feindliche Linien bugsieren und dort zünden.
Leider fallen immer wieder KI-Aussetzer auf, die aber - so viel Sarkasmus sei erlaubt - zusammen mit den Bugs und Technikproblemen für ein stimmiges Bild sorgen.
Die 16 Waffen decken eine breite Palette ab. Im Angebot sind etwa Flammenwerfer und Schrotflinte für den Nahkampf, Armbrust oder Scharfschützengewehr zum Snipern, aber auch Klassiker wie Pistole, MP, MG und Minenwerfer sind dabei.
Upgrade-Revolution?
Das Upgrade-System funktioniert ähnlich wie in The Division. Sprich, sofern ihr passende Aufsätze besitzt, lassen sich diese jederzeit in die Waffen, die ihr bei euch tragt, per Menü einbauen. Zur Wahl stehen Visiere, Schalldämpfer, Mündungsbremse, Handgriff und Zweibein. Da die Aufsätze vielseitig verwendbar sind, lässt sich beispielsweise auch ein MG mit dem passenden Visier sehr präzise einsetzen. Außer Waffen lassen sich am Waffenspind auch Gadgets beziehen. Diese sind unterteilt in Brandbomben, Sprengstoff, Hack-Gerät und Ablenkung. Jedes Tool gibt es in drei Ausführungen: als Wurfobjekt, als gezielt platzierbare Variante oder in Form eines ferngesteuerten Modellautos. Die beiden letztgenannten Versionen zündet ihr per Smartphone. Wer mag, kann die Gadgets selbst herstellen, die dafür nötigen Rohstoffe gibt's zuhauf zu finden oder ihr kauft sie am Waffenspind ein.
Entwickler: Dambuster Studios | Hersteller: Deep Silver | Sprache: Deutsch | Altersfreigabe: Ab 18
