Wegen der Speicherkrise sind PCs teuer geworden - wir haben trotzdem einen Einsteiger-PC für 740 sowie fünf weitere Builds bis 2340 Euro zusammengestellt.
Wir haben sechs PC-Konfigurationen bis maximal 2340 Euro für euch vorbereitet, darunter auch zwei relativ günstige Einsteiger-PCs - dass wir den Begriff "relativ" verwenden, hat einen Grund. Denn der Einstieg ist inzwischen sehr teuer geworden: 740 Euro wird euch unser Einstiegsvorschlag kosten, noch vor einem Jahr wären es eher 600 Euro gewesen. Doch durch den KI-Boom und die damit verbundene Nachfrage nach Hardware sind vor allem die Preise für Speicherchips extrem angestiegen.
Dies wirkt sich auf die Basis von Spiele-PCs aus, denn unabhängig von der Leistung sind mindestens 16GB RAM (110 Euro) sowie eine 1-TB-SSD (130 Euro) zu empfehlen - im September 2025 waren es noch 40 Euro für den RAM und 60 Euro für die SSD, wie ihr am Einsteiger-PC unseres Specials vom 7. September 2025 sehen könnt.
Der Aufpreis nur für RAM und SSD beträgt also 140 Euro, was den damaligen PC um knapp 23 Prozent verteuert. Auch Grafikkarten sind teurer geworden, wobei sich die Preisanstiege im Einsteigerbereich in Grenzen halten. Zum Teil gibt es bei Grafikkarten auch keine oder nur schwache Preisanstiege, aber dafür blieben die Preisnachlässe, die normalerweise im Laufe der Monate zu erwarten gewesen wären, aus.
Sechs PCs ab 740 Euro
Trotz der schwierigen Marktsituation haben wir für euch zwei Einsteiger-PCs zusammengestellt, die mit Preisen von 740 und 870 Euro noch halbwegs erschwinglich sind. Dazu kommen vier weitere PC-Builds, die für Gaming bei WQHD (2560x1400 Pixel) sowie für 4K (3840x2160 Pixel) geeignet sind, wobei wir trotz der gestiegenen Speicherpreise nicht über 2350 Euro hinausgehen werden. Für die vier günstigeren PCs werden wir auf alte CPUs für die Sockel AMD AM4 (Release 2017) und Intel 1700 (Release 2021) setzen, denn diese können mit DDR4-RAM betrieben werden.
DDR4-RAM ist zwar genau wie DDR5-RAM etwa drei- bis viermal so teuer wie noch im Spätsommer 2025. Aber da DDR4-RAM damals günstiger als DDR5-RAM war, ist eine große Preislücke zwischen den zwei Speicherarten entstanden. Durch den Preisabstand sind die alten DDR4-RAM-CPUs wieder hoffähig respektive für erschwingliche Einsteiger- und Mittelklasse-PCs an sich unabdingbar, da die Kombination aus CPU und DDR4-RAM schon bei nur 16GB Speichermenge 120 Euro günstiger ist als ein vergleichbar schnelles DDR5-RAM-Duo.
Quelle: PC Games Hardware
32GB G.Skill Aegis DDR4-3200-RAM: In 12 Monaten von 50 auf gut 200 Euro
Grafikkarte und Gehäusegröße
Bevor wir zu den PC-Vorschlägen kommen, gehen wir kurz auf die für die Spieleleistung besonders wichtige Komponente ein: die Grafikkarte. Hier geht derzeit nichts an AMD vorbei, außer man will Geld verbrennen. In allen Leistungsklassen ist AMD im Vergleich zu Nvidia die bessere Wahl bezüglich Preis-Leistung - lediglich im Einsteigersektor für 300 Euro könnt ihr alternativ die GeForce RTX 5060 nehmen, und unter 300 Euro ist die Intel Arc B570 die beste Wahl. Eine weitere Ausnahme: Wenn man unbedingt mehr Leistung benötigt, als das AMD-Flaggschiff Radeon RX 9070 XT bietet, muss man am Ende doch zu Nvidia greifen. Denn die GeForce RTX 5080 ist etwa 15 Prozent schneller, die RTX 5090 sogar um 60 Prozent.
Allerdings kostet die Mehrleistung extreme Aufpreise: 500 Euro (77 Prozent) zusätzlich sind es bei der RTX 5080, gar über 3300 Euro bei der RTX 5090, also mehr als das Sechsfache der AMD Radeon RX 9070 XT! Unser Top-PC wird daher aus guten Gründen mit einer AMD Radeon RX 9070 XT ausgestattet sein, die nebenbei gesagt ohnehin für 4K-Gaming gut geeignet ist.
Für die Größe des PCs gilt: Der ATX-Standard bietet sehr viel Auswahl bei Gehäusen und Mainboards, zumal ihr in ein ATX-Gehäuse auch eines der zahlreichen µATX-Mainboards einbauen könnt. Auf µATX oder gar Mini-ITX solltet ihr beim Gehäuse nur setzen, wenn ihr ein außergewöhnlich kleines Gehäuse benötigt. Ansonsten gibt es auch im ATX-Bereich relativ kompakte Gehäuse, und selbst für starke Gaming-Hardware benötigt man dank moderner Kühler und Lüfter sowieso schon lange keine Monster-Gehäuse mehr.
