Fliegen, Sammeln, Ballern: Eine Prise Quake, eine Portion bunte Kugeln -- fertig ist der Glider.
Der Untertitel ist Programm: In Glider -- Collect ?n Kill sammeln wir als ultra-cooler Sportpilot mit unserem bewaffneten Flitzer bunte Bälle ein (collect) und ballern unseren Mitstreitern dabei noch locker flockig einen vor den Latz (kill). Fluggefühl und Perspektive erinnern an den Klassiker Magic Carpet, von dessen Klasse Glider meilenweit entfernt ist.
Die bunten Kugeln bringen nur dann Punkte, wenn wir mit ihnen im Schlepptau durch ein Tor fliegen, das irgendwo im Level herumsteht. Solange wir oder ein Gegner noch nicht durchs Tor geflogen sind, sind die bereits eingesammelten Bälle wertlos und werden -- wie an einer Schnur -- hinter den Gleitern her gezogen.
Brutalo-Sport
Die Hatz nach Punkten alleine wäre natürlich ziemlich simpel, also haben die Entwickler unserem Luftfahrzeug einen flexiblen Waffenschacht spendiert, den wir durch das Aufsammeln von Symbolen mit Vernichtungswerkzeugen bestücken. Standardmäßig gebieten wir nur über eine lasche Doppelkanone, mit der wir die Gegner bestenfalls auf uns aufmerksam machen können. Wer sich ein wenig in den Arealen umschaut, wird aber schon bald Raketen, Laserkanonen und andere Wummen finden, mit denen wir die Konkurrenten nachdrücklicher in die Schranken weisen.
Stillstand verboten
Wichtiger als die Abschüsse ist jedoch das Einsammeln der Bälle. Die KI-Gegner beherrschen ab der mittleren Schwierigkeitsstufe beide Disziplinen recht sicher, und da wir uns stets gegen mehrere Widersacher durchsetzen müssen, sind längere Feuergefechte nicht empfehlenswert. Stattdessen sollten wir -- wie etwa in Quake -- ständig in Bewegung bleiben, um ja kein leichtes Ziel abzugeben. Dies ist allerdings nicht die einzige Gemeinsamkeit mit ids Shooter-Legende: Vom Ladebildschirm über das akustische Treffer-Feedback bis hin zu den Sprachanweisungen (»You have taken the lead!«) erinnert hier sehr viel an die Mehrspielergefechte aus Quake 4.
Sascha Gliss
