Eben noch im Kino, jetzt auf unserer PS2-Bühne -- die Fantastic 4 bitten zum Prügeltanz!
Comicverfilmungen boomen -- nach X-Men, Spider-Man und Hellboy haben nun auch die Fantastic 4 den Weg auf die große Kinoleinwand gefunden. Das unvermeidliche Spiel zum Film macht seinem Namen allerdings keine Ehre.
Und was kannst du?
Die Story um die vier Raumfahrer, die nach einem Unfall im Orbit über furiose Superkräfte verfügen, dürfte jedem Blockbuster-Konsumenten mittlerweile vertraut sein. Wenden wir uns also gleich dem Innenleben der offiziellen Versoftung aus dem Hause Activision zu.
Der PS2-Silberling präsentiert sich als technisch unspektakulärer Team-Prügler mit dezentem Adventure-Einschlag. Ihr kloppt euch entweder als Mr. Fantastic, als Invisible Girl, Human Torch oder The Thing durch die Horden von Roboterschergen, die auf das Kommando des durchtriebenen Doktor Doom hören. In Schräg-von-oben-Ansicht durchquert ihr aus dem Film bekannte Schauplätze wie die muffige Kanalisation oder ein schwer bewaffnetes Forschungslabor. Besonders fleißige Weltenretter investieren die erkämpften Punkte in noch kräftigere Schlagvarianten für ihre Polygon-Schützlinge oder in freispielbare Gimmicks.
Zwei für vier
Einzelspieler wechseln ihren aktiven Superhelden mit einem kurzen Druck auf das Digi-Steuerkreuz. So kann man blitzschnell auch im hitzigsten Gefecht die Kontrolle über einen anderen Fäusteschwinger übernehmen. Wagt sich jedoch ein gleich gesinnter Kumpel an das zweite PS2-Pad, teilt ihr euch die Befehlsgewalt über das kuriose Quartett. Absprechen müsst ihr euch beim Mutantenmarathon aber auch dann kaum. Die oftmals unübersichtlichen Massenkeilereien verlangen eher nach einem flinken Prügeldaumen denn nach ausgefuchster Taktik.
Sorgen kurze Minispiele anfangs noch für Abwechslung -- etwa das Knacken eines mechanischen Türschlosses oder das Niederreißen eines Stahlbalkons -- nutzt sich auch dieses Feature schnell ab. In Kombination mit der laschen Grafik und der verblüffend lieblosen Präsentation stellt sich schnell Langeweile ein vor dem Bildschirm. So reihen sich die gar nicht so Fantastischen Vier in die lange Reihe der uninspiriert dahingeschluderten Lizenzverwertungen ein -- schade!
