Elizabethtown - Das Leben ist voller Überraschungen

Test

"Erfolg, nicht Größe, ist der einzige Gott, dem alle Welt dient." Mit diesem Gedanken verlässt der gefeuerte Schuh-Designer Drew Baylor (Orlando Bloom) seinen Arbeitsplatz. Dabei war er dem Erfolg doch so nahe. Unglücklicherweise kam der von ihm entwickelte ultramoderne Sneaker "Späsmotica" derart schlecht an, dass sein Chef (Alec Baldwin) nun einen Verlust von 972 Millionen Dollar verkraften muss.

Der deprimierte Drew beschließt, sich das Leben zu nehmen. Doch bevor es dazu kommen kann, erreicht ihn die Nachricht vom überraschenden Tod seines Vaters (Tim Devitt). Weil weder seine Mutter (Susan Sarandon) noch seine Schwester (Judy Greer) in der Lage sind, den Leichnam von Elizabethtown in Kentucky zurück nach Oregon zu überführen, bleibt diese Bürde an Drew hängen. Im Flugzeug macht er schließlich die Bekanntschaft mit der charmanten, fürsorglichen Stewardess Claire (Kirsten Dunst), die sich offensichtlich für sein Seelenheil verantwortlich fühlt ...

Ohne Worte

Auf den ersten Blick scheint das Zusatzmaterial der Scheibe eine ordentliche Menge an Hintergrundinformationen und Interviews zu beinhalten. Doch der Schein trügt. Unter dem Menüpunkt "Stützräder" verbirgt sich nur ein kurzer, unkommentierter Blick hinter die Kulissen. Auch das Feature "Triff die Crew" (2:33) bietet keinerlei Auskünfte zu den Dreharbeiten. Einige Crew-Mitglieder wie der Kameramann John Toll, First Assistant Director Scott Andrew Robertson, Fotograf Neal Preston und die Kostüm-Designerin Nancy Steiner machen sich einen Spaß daraus, in die Kamera zu winken.

Ins rechte Licht gesetzt

Für die in zehn Kapiteln unterteilte Bildergalerie (u.a. "Die Gedenkstätte", "Kentucky", "Auf der Straße" und "Drew & Claire") legte sich zumindest Neal Preston richtig ins Zeug und stellte insgesamt 133 Bilder zur Verfügung. Neben Aufnahmen vom Set sind hier auch amüsante Schnappschüsse zu betrachten.

Der Filmfreund vermisst besonders einen Audiokommentar von Cameron Crowe. Zumal wir wissen, dass er für die DVDs zu seinen anderen Werke wie "Jerry Maquire -- Spiel des Lebens", "Almost Famous -- Fast berühmt" und "Vanilla Sky" stets aufschlussreiche und unterhaltsame Details zu den jeweiligen Filmen lieferte. Wer weiß, vielleicht überlegt es sich Crowe ja noch und wir dürfen uns in naher Zukunft auf eine Version mit Kommentar freuen. SN n

Fazit

Film-Check: Für den ehemaligen "Rolling Stone"-Redakteur Cameron Crowe ist eine herz- ergreifende Geschichte ebenso wichtig wie der dazu passende Soundtrack. Mit "Elizabethtown" gelang dem Filmemacher beides hervorragend. Die Genre-Mischung aus Drama und romantischer Komödie vermengt eine ordentliche Prise Ironie mit tiefgründigen Dialogen und wirkt dabei zu keiner Zeit kitschig oder überzogen.Unter den Darstellern gefallen insbesondere Kirsten Dunst und Susan Sarandon. Auch Cameron Crowes Wunschkandidat Orlando Bloom erledigt seinen Job überzeugend. Für Amüsement sorgt das Cameo von Alec Baldwin.
DVD-Fazit: Bild- und tontechnisch gibt es nur Kleinigkeiten zu beanstanden. Die kommentarlosen Hintergrundinformationen enttäuschen allerdings. Hier hätte man von einer Special Collector's Edi- tion doch noch einiges mehr erwartet.

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk