Dragon Age: Die Welt von Thedas #5 - Das Königreich von Ferelden

Special Matthias Dammes
Dragon Age: Die Welt von Thedas #5 - Das Königreich von Ferelden.
Quelle: PC Games

Wir sind zurück mit der fünften Ausgabe unserer Lore-Reihe zur Geschichte der Welt von Thedas. Wir geben euch einen Einblick in zahlreiche Hintergründe und Details, die helfen sollen, das Dragon Age-Universum besser zu verstehen. In dieser fünften Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Königreich von Ferelden im Südosten von Thedas.

Mit Dragon Age haben die Entwickler von Bioware nicht nur drei ausgezeichnete Fantasy-Rollenspiele, sondern ein völlig eigenes und unglaublich tiefgründiges Universum geschaffen, dessen Geschichten, Hintergründe und Details weit über die Spiele hinausreichen. Die Welt von Thedas benötigt mehr, als einmaliges durchspielen der drei Games, um sie in ihrer vollen Tragweite zu erfassen. Mit diesem Artikel setzen wir unsere Special-Reihe zur Lore von Dragon Age fort. Wir hoffen euch auf diese Weise interessante Einblicke in die Welt von Thedas zu ermöglichen.

Ferelden

Fakten
Offizieller Name: Königreich von Ferelden
Volksbezeichnung: Fereldaner
Regierungsform: Feudale Monarchie
Hauptstadt: Denerim
Religion: Orlaisianische Kirche
Einwohnerzahl: 1.000.000

Das Königreich von Ferelden gehört sicherlich nicht zu den prächtigsten Nationen von Thedas und hatte in der Vergangenheit auch immer wieder unter Fremdherrschaft zu leiden. Das Ende der letzten Besetzung durch das Kaiserreich Orlais liegt gerade einmal 30 Jahre zurück. In jüngster Vergangenheit stand Ferelden vor allem als Schauplatz der fünften Verderbnis im Mittelpunkt der Ereignisse von Thedas. Zuvor war das unwirtliche Land am südöstlichen Zipfel des Kontinents vor allem als Geburtsort der Heiligen Andraste bekannt.

Geprägt von wilden Landschaften und einem eher unwirtlichen Klima sowie der lange dominierenden Stammeskultur des fereldischen Volkes werden die Bewohner des Königreiches von anderen Nationen, allen voran das benachbarte Orlais, noch häufig als Barbaren angesehen, die es zu unterwerfen oder mit weniger Respekt zu begegnen gilt. Neben den Menschen leben in Ferelden nicht unerhebliche Teile an freien Dalish-Elfen sowie ein Großteil der verbliebenen Zwergengesellschaft in ihrer Hauptstadt Orzammar.

Geschichte

Fereldaner in Kleidung für kalte Witterung. Quelle: dragonage.wikia.com Fereldaner in Kleidung für kalte Witterung. Ihren Ursprung hat die Nation in den Stämmen der Alamarri-Barbaren, die vor über dreitausend Jahren das Land besiedelt haben. Aus dieser Zeit stammt auch der Name Ferelden, der einfach nur "Fruchtbares Tal" bedeutet. Noch heute leben einige wilde Stämme wie die Avaar und die Chasind in den unwirtlichen Randgebieten von Ferelden. Auch in der fereldischen Gesellschaft spiegeln sich die Stammeswurzeln der Menschen trotz der weiten Verbreitung der orlaisianischen Kirche und ihrer Lehren nach wie vor wieder.

Über viele Jahrhunderte herrschten zahllose Konflikte zwischen den verschiedenen Stämmen Fereldens, in denen ihre Herrscher um mehr Macht und jede weitere Kleinigkeit kämpften. Im Erhabenen Zeitalter, dem fünften Zeitalter nach kirchlicher Zeitrechnung, sollte der Sohn eines Händlers aus Highever dies jedoch ändern: Calenhad Theirin. Durch verschiedene Umstände und die Hochzeit mit der Tochter eines adligen Thronanwärters wurde er selbst zum Teyrn und damit zum Anwärter auf die Königskrone von Ferelden.

Calenhad wurde schnell durch sein ehrenhaftes Auftreten bekannt und erlangte auf diese Weise immer mehr Anhänger, sogar unter den Magiern des Zirkels der Magi und den legendären Aschenkriegern. Im Jahre 5:42 des Erhabenen Zeitalters wurde ein Landthing, das Treffen aller führenden Fürsten und Adligen von Ferelden einberufen, auf dem Calenhad mit seiner gewaltigen Armee auftauchte. Er forderte seinen größten Rivalen heraus: Simeon, den Teyrn von Denerim. Nach seinem Sieg wählten die Adligen ihn zum König eines vereinten Ferelden.

Das Landthing, die traditionelle Versammlung der Adligen von Ferelden. Quelle: PC Games Das Landthing, die traditionelle Versammlung der Adligen von Ferelden. Damit begründete Calenhad auch die Macht der königlichen Familie Theirin, die auch heute noch auf dem Thron von Ferelden sitzt. Knapp 150 Jahre nach der Gründung des Königreichs regiert mit Arland Theirin ein regelrechter Tyrann in Denerim. Um den ungeliebten Herrscher zu stürzen wandten sich einige Banns an die Grauen Wächter, die unter der Führung von Kommandantin Sophia Dryden tatsächlich ihre Neutralität aufgaben und gegen den König zu Felde zogen. Die Wächter konnten diesen Aufstand jedoch nicht gewinnen und wurden darauf von Arland aus Ferelden verbannt.

Im Jahre 8:24 des Gesegneten Zeitalters fällt das Kaiserreich von Orlais in Ferelden ein, die das Land 20 Jahre später schließlich vollständig erobern. Für ganze 78 Jahre sollte das Land nun unter der Fremdherrschaft leiden. Führende Adlige und die königliche Familie lebten im Untergrunde und hielten stets ein Rebellion gegen die Besatzer am Leben. Befreit wurde das Land schließlich durch die Bemühungen des Thronerben Maric Theirin, der im Jahre 9:2 des Drachen-Zeitalters den von Orlais eingesetzten König Meghren besiegen konnte.

Politik

Fereldische Adlige. Quelle: dragonage.wikia.com Fereldische Adlige. Die Nation von Ferelden wird von einem König oder einer Königin in der Hauptstadt Denerim beherrscht. Allerdings ist das Land in verschiedene Provinzen, die sogenannten Teyrnirs, unterteilt, die sich alle selbst regieren. Ein Ausnahme bildet dabei die Hauptstadt, in der sich der König auch um die lokalen Angelegenheiten kümmert. Unter den Teyrns folgen in den fereldischen Adelshierachie die sogenannten Arls, die vor allem über die Städte des Landes herrschen. In ländlichen Gebiete und auf großen Grundbesitztümern haben die Banns das Sagen.

Da Volk von Ferelden schätzt seine Freiheit sehr, um die es jahrhundertelang kämpfen musste. Daher gibt es auch kaum Exekutivorgane, die Gesetze durchsetzen. Es gilt vielmehr die Prämisse, dass jeder auf sich selbst zu achten hat. Auch der Handel ist in Ferelden größtenteils unreguliert. Solange die Steuern gezahlt werden, werden so ziemlich alle Formen von Geschäft toleriert. In fereldischen Städten zeichnet sich die soziale Stellung der Einwohner an ihrem Wohnort ab. Je näher am Zentrum angesiedelt, um so wohlhabender die Bewohner.

Fereldische Adelstitel

Maskuline Form Feminine Form Förmliche Anrede
König Königin Ihre Majestät
Prinz Prinzessin Ihre Hoheit
Teyrn Teyrna Ihre Lordschaft/Ladyschaft
Arl Arlessa Mein Lord/Lady
Bann Bann Mein Lord/Lady
Lord Lady Mein Lord/Lady
Ritter Ritter Ser (für beide Geschlechter)

Hunde

Mabari sind ein wichtiger Bestandteil der Kultur von Ferelden. Quelle: PC Games Mabari sind ein wichtiger Bestandteil der Kultur von Ferelden. Als ein ganz besonderes Markenzeichen der Bewohner von Ferelden gehört die Liebe zu ihren Hunden, besonders der Kriegsrasse Mabari. In anderen Ländern werden die Felerdaner daher auch gerne mal abfällig als Hundelords bezeichnet. Die Zucht von Hunden als Begleiter und Kampfgefährten hat in Ferelden eine lange Tradition. In den Armeen des Landes sind die hochintelligenten Mabari ein fester Bestandteil der Truppenzusammenstellung. Diese Zuneigung zu den Hunden liegt auch in der starken Verwurzlung von Werwolf-Mythen in Ferelden begründet.

So gibt es die Sage von Hafter, einem Alamarri, der zum ersten Teyrn von Ferelden wird und der Überlieferung nach der Sohn eines Werwolfs gewesen sein soll. Noch heute betrachtet die Hälfte aller Adligen diesen Mann als ihren Vorfahren. Allerdings wurde in der Vergangenheit auch Jagd auf alles gemacht, was im Verdacht stand mit Werwölfen in Verbindung zu stehen. Da Hunden nachgesagt wird, Werwolfe am Geruch zu erkennen, verbreitete sich die Nutzung der Tiere als Wachposten.

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