Die Versuchung des Padre Amaro

Test

Als der junge Pater Amaro (Gael García Bernal) in das mexikanische Dorf Los Reyes versetzt wird, um Pater Benito (Sancho Gracia) unter die Arme zu greifen, ahnt er nicht, welch harte Prüfung ihm der Herr auferlegen wird.

Benito nimmt Drogengelder als Spenden an, ein anderer Geistlicher versorgt die Guerilla-Kämpfer in den Bergen mit Waffen. Aber auch Amaro ist kein Unschuldslamm. Er verliebt sich in die erst 16-jährige Amelia (Ana Claudia Talancón) und gerät in Versuchung, Liebe und Leidenschaft auszukosten.

Als Vorlage diente der Roman des portugiesischen Schriftstellers José Maria Eca de Queiroz aus dem Jahr 1875. Bereits vor 30 Jahren wollte der Produzent Alfredo Ripstein das Buch filmisch umsetzen. Aber erst mit der Unterstützung seines Sohnes Daniel Birman Ripstein klappte es mit der aufwändigen Adaption.

Als Extras gibt es kurze Interviews (insgesamt ca. 5 Min.) mit dem Regisseur Carlos Carrera und den beiden Hauptdarstellern. Diese bieten jedoch nur oberflächliche Infos.

Im Audiokommentar von Carrera und seinem Hauptdarsteller Gael García Bernal werden nach einigem Smalltalk detaillierte Erklärungen zu verschiedenen Sequenzen geliefert. Alles mit deutschen UT.MN

Fazit

Film-Check: Konfliktreiches, emotionales Drama mit dem viel versprechenden mexikanischen Nachwuchsstar Bernal. Mit einigen Längen und diversen Drehbuch-Schwächen muss man aber leben.
DVD-Fazit: Obwohl von der katholischen Kirche verteufelt, avancierte das "Oscar"-nominierte Drama in Mexiko zum bisher erfolgreichsten Streifen. Filmfreunde und weltoffene Theologen, die sich gerne mit heiklen Themen auseinander setzen, haben unseren Segen, sich die technisch akzeptable DVD zuzulegen.

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