Die Axt

Test

Nach einer steilen Karriere als Manager in der Papierindustrie wird der Familienvater Bruno Davert (José Garcia) eines Tages völlig überraschend aus wirtschaftlichen Gründen entlassen. Nach zwei Jahren nervenaufreibenderund erfolgloser Arbeitssuche steht Bruno kurz vor dem Nervenzusammenbruch.

Immer mehr steigert er sich in die fixe Idee hinein, dass es keine ebenfalls hochqualifizierte Mitbewerber geben dürfte, wenn er seine Chancen auf eine neue Anstellung steigern will. Bruno ist felsenfest davon überzeugt, dass er jeden Job bekommen würde, wenn nur die Konkurrenz nicht wäre. So entwickelt er einen teuflischen Plan: Er gibt eine fingierte Stellenanzeige auf, sortiert aus den eingehenden Bewerbungen die besten Kandidaten aus und beschließt, die verhassten Rivalen zu erschießen. Doch als er seinen Plan in die Tat umsetzen will, kommen ihm Zweifel. Was soll aus seiner Familie werden, wenn die Polizei ihm auf die Schliche kommt?

Die europäische Koproduktion bietet einen interessanten Mix aus Thriller, Komödie und Drama. Nicht zuletzt ist es der tollen schauspielerischen Leistung des Franzosen José Garcia zu verdanken, dass das Geschehen bis zum Ende hin fesselnd und nachvollziehbar bleibt. MK n

Fazit

Film-Check: Die Satire von "Oscar"-Preisträger Costa-Gavras ("Vermisst", 1982) reichert ein tragisches Gesellschaftsdrama mit bitterbösem Humor an.Der arbeitslose, von José Garcia hervorragend verkörperte Protagonist wird dem Zuschauer als intelligenter und eloquenter Zeitgenosse vorgestellt, wodurch die angenehm klischeefreie Handlung noch glaubwürdiger wirkt.
DVD-Fazit: Solide technische Umsetzung, bei der vor allem die Bildqualität zu gefallen weiß. Im Bonusbereich finden sich wenige, aber dafür gehaltvolle Extras.

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