Der Herr der Ringe: Die Jagd auf Gollum - Lösung für das größte Problem ist KI

News Tobias Tengler-Boehm
Der Herr der Ringe: Die Jagd auf Gollum - Lösung für das größte Problem ist KI
Quelle: New Line Cinema

Für das wohl größte Problem von Der Herr der Ringe: Die Jagd auf Gollum wird KI als Lösung präsentiert, doch das könnte zum Problem werden.

Es ist noch etwas Geduld gefragt. Der Herr der Ringe: Die Jagd auf Gollum startet in Deutschland am 16. Dezember 2027 im Kino und damit mehr als 25 Jahre nach der Premiere von Die Gefährten. In dieser Zeit kamen sechs weitere Herr der Ringe-Filme ins Kino, die Technik machte große Fortschritte und die Schauspielerinnen und Schauspieler wurden älter. Der letzte Punkt stellt ein großes Problem dar, doch Andy Serkis und Peter Jackson scheinen eine Lösung gefunden zu haben.

Der Herr der Ringe: Die Jagd auf Gollum - das Alter der Darsteller ist ein visuelles Problem

Elijah Wood war zu Beginn der Dreharbeiten zu Die Gefährten 18 Jahre alt. Mittlerweile zählt er also 45 Lenze. Sir Ian McKellen war bereits 60 Jahre alt, als Peter Jackson mit dem Dreh der Ring-Trilogie begann. 2026 ist er 87 Jahre alt und hat nur noch eine Nebenrolle als Gandalf inne. Das fortgeschrittene Alter würde auf der großen Leinwand visuell auffallen und der Glaubwürdigkeit von Der Herr der Ringe: Die Jagd auf Gollum empfindlich schaden. Es sei denn, man verjüngt die beiden Darsteller und hier wird es interessant.

Andy Serkis schlüpft nicht nur erneut in die Rolle des Gollum, er führt dieses Mal auch Regie. In einem aktuellen Interview äußert er sich, wie man in Der Herr der Ringe: Die Jagd auf Gollum das wohl größte Problem, das ältere Aussehen, lösen will. Er offenbart, dass man mithilfe künstlicher Intelligenz eine Art Anti-Aging-Effekt erzielen will. Andy Serkis stellt jedoch noch eine weitere wichtige Sache klar.

Im von Peter Jackson produzierten neuen Kinofilm Der Herr der Ringe: Die Jagd auf Gollum sollen keine ganzen Szenen mit KI erstellt werden. Dennoch sei die Technologie als Tool in Zukunft sicherlich hilfreich. Er verweist auf die klassische Trilogie von Peter Jackson. Damals, während der Produktion, wurden in großen Schlachten teilweise nur relativ wenige Statisten eingesetzt. Stattdessen vervielfältigte man die Kämpfenden im Computer und sorgte mit einer speziellen Software dafür, dass sie sich individuell bewegen und auf Geschehnisse während der Schlacht eigenständig reagieren. Sie waren, für damalige Verhältnisse, mit einer "künstlichen Intelligenz" ausgestattet. Nur muss man an dieser Stelle eine wichtige Sache festhalten.

Große Massenszenen mit CGI aufzupeppen ist eine Sache. Gesichter realer Schauspieler digital verändert glaubhaft darzustellen eine andere. Das große Risiko besteht darin, dass alle Szenen mit Frodo und Gandalf künstlich, unfreiwillig komisch oder einfach nur seltsam wirken. Das allein könnte dafür sorgen, dass Mittelerde-Fans Die Jagd nach Gollum negativ bewerten. Und dann kommen auch noch die neuen Darstellerinnen und Darsteller hinzu.

Die Charaktere von Anya Taylor-Joy (Elbin Seren) oder von Kate Winslet (Halbling-Oberhaupt Marigol) sind frei erfunden und fügen der Vorlage von J. R. R. Tolkien Figuren hinzu, die erst noch um die Gunst der Fans buhlen müssen. Selbiges trifft auf Jamie Dornan zu.

Der Star aus Fifty Shades of Grey wird in Der Herr der Ringe: Die Jagd auf Gollum Publikumsliebling Viggo Mortensen als Aragorn ersetzen. Hier sind negative Reaktionen der besonders "engagierten" Fans fast schon garantiert. Ein neuer Aragorn, frei erfundene Charaktere und möglicherweise unglaubwürdig verjüngte Original-Schauspieler. All das bietet großes Potenzial, den neuen Film von Peter Jackson und Andy Serkis sowohl beim Publikum als auch an den Kinokassen scheitern zu lassen.

Quelle: Variety

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