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Test Alexander Wenzel

Wir haben in der Unterwelt gehörig aufgeräumt und den vermeintlichen Max-Payne-Klon für Xbox 360 und PS3 ausführlich getestet.

Dead to Rights: Retribution - Stirb langsam

Dead to Rights - Retribution: Test des blutigen Unterwelt-Action-Spiels Ungeachtet der übertriebenen Gewalt bringt der Nahkampf jedoch auch einige Vorteile mit sich: So können wir einen überraschten Anarchisten mit einem schnellen Tastendruck zunächst entwaffnen und – typisch der alte Jack – anschließend ein drittes Nasenloch piercen. Kommt es hart auf hart, schnappen wir uns auch mal gern einen der Spitzbuben und missbrauchen ihn als menschliches Schutzschild. Muckt der Kerl auf, gibt’s eines mit dem Gewehrkolben auf den Deckel - fies, aber recht unterhaltsam. Das wichtigste an solchen Aktionen ist jedoch der Umstand, dass sich dadurch langsam die sogenannte Focus-Anzeige füllt. Mit dieser verlangsamen wir Gevatter Zeit und können punktgenau virtuelle Lebenslichter aus pusten. Deckung sucht man sich im Namco-Shooter ganz nach dem etablierten Genre-Standard: Bei gedrückter Sprinttaste wirft sich Jack automatisch ans Gemäuer und ballert von dort entweder blindlings durch die Gegend oder peilt gezielt gegnerische Quadratschädel an. Nett. Wirklich interessant wird das Ganze aber erst im Zusammenspiel mit Zeckenteppich Shadow.

Dead to Rights: Retribution - Hunde-Elend Dead to Rights - Retribution: Test des blutigen Unterwelt-Action-Spiels

Ab etwa der Hälfte der Kampagne dürften wir in Jacks Rolle den Köter nämlich herumkommandieren. Feindbeschuss hält uns beispielsweise in der Deckung gefangen. Per Steuerkreuz geben wir Shadow nun die Anweisung den gegnerischen Pulk ein wenig aufzureiben. Keine dumme Idee, wie sich zeigt: Schon kurz nachdem der Flohbeutel los gerannt ist, ertönt erst ein schriller Schrei, dann ein saftiges Gurgeln und am Ende nur noch Schweigen. Das Feindfeuer ist erloschen. Super! Und weil wir so unsäglich faul sind, befehlen wir Shadow jetzt noch uns die Waffe des Erlegten zu apportieren – immerhin stehen wir an Spitze der Nahrungskette! Das liest sich jetzt zwar alles ganz nett und macht auch Laune, aber im Grunde hätte das Herrchen-/Hund-Feature noch mehr in die Tiefe gehen können. „Angreifen“ und „zurückkehren“? Da ginge sicher noch mehr.

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