Das geheime Fenster

Test

Mit Johnny Depp gut besetzte, aber zähe Stephen-King-Adaption, die nichts Neues bietet

Seit der Trennung von seiner Ehefrau Amy (Maria Bello) lebt der erfolgreiche Schriftsteller Mort Rainey (Johnny Depp) in einem einsamen Haus im Wald, in dem er gegen eine Schreibblockade ankämpft. Als wäre das nicht schlimm genug, klopft eines Morgens ein Fremder (John Turturro) energisch an die Tür des Autors und beschuldigt ihn des geistigen Diebstahls. Rainey wimmelt den aufdringlichen Mann schroff ab.

Als dieser jedoch sein Manuskript vor die Tür legt, wirft Rainey einen Blick hinein -- und muss feststellen, dass das Werk tatsächlich frappierende Ähnlichkeit mit seiner eigenen Story "Das geheime Fenster" aufweist. Während Rainey sich darüber den Kopf zerbricht, sucht er fieberhaft nach einem Beweis seiner Unschuld.

In einem Magazin mit der Erstveröffentlichung seiner Geschichte im Jahr 1995 glaubt er diesen gefunden zu haben. Doch alles scheint sich gegen Rainey verschworen zu haben. Während er verzweifelt versucht, besagter Ausgabe habhaft zu werden, sitzt ihm der Unbekannte im Nacken und entwickelt sich immer mehr zu einer Gefahr.

Blick hinter die Kulissen

Der Audiokommentar des Regisseurs und Drehbuchautors David Koepp erweist sich als Fundgrube an Infos zu dieser Adaption einer Stephen-King-Vorlage. So berichtet Koepp u.a. über Probleme während des Drehs oder über Änderungen, die er gegenüber dem Buch vornahm.

Vier deleted Scenes werden optional mit untertiteltem Kommentar von Koepp angeboten, der auch hier wieder interessante Beiträge liefert. V.a. die verlängerte Endszene lohnt einen Blick, da sie auf den regulären Abschluss des Hauptfilms noch eines draufzusetzen weiß. Für das Filmende und weitere drei Schlüsselszenen liegen weiterhin vier Animationsstudien vor, die als Vorlage für die Kameraeinstellungen dienten.

Die drei Filmdokus "Vom Buch zum Film", "Ein Blick durch das geheime Fenster" und "Verborgenes wird sichtbar" sind eine gelungene Ergänzung für alle, die mehr zur Produktion erfahren möchten. Allerdings überschneiden sich hier einige Infos mit jenen aus dem Regiekommentar. FE n

Fazit

Film-Check: Der optisch atmosphärische Thriller krankt am lethargisch wirkenden Storyverlauf, der obendrein allzu konstruiert daherkommt und den Zuschauer vorab das Ende erraten lässt. Die vermeintlich dramatischen Wendungen sind zu klischeehaft und damit absehbar. Nur Johnny Depps erstklassige Performance macht diesen Film sehenswert.
DVD-Fazit: Wer auf eine rundum gelungene Stephen-King-Verfilmung hofft, wird enttäuscht. Der Mysterythriller lässt nur selten Spannung aufkommen und ist allzu durchschaubar. Johnny Depps Leistung lässt seine Fans über Schwächen im Plot hinwegsehen. Bild und Ton der DVD stellen zufrieden, die Extras sind begrenzt, gefallen aber inhaltlich.

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