as vermächtnis der tempelritter

Test

In ihrem vierten gemeinsamen Film gehen Nicolas Cage und Produzent Jerry Bruckheimer auf Schatzsuche. Ideale Voraussetzungen also für reichlich Action im Heimkino -- und für DVD VISION eindeutig die DVD des Monats

as vermächtnis der tempelritter Wissen Sie eigentlich, was ein "McGuffin" ist? Ein "McGuffin" ist eine von Alfred Hitchcock geprägte Bezeichnung für einen Gegenstand, der für das Auslösen einer Film-Handlung von essentieller Bedeutung, dessen Form aber frei wählbar bis vollkommen egal ist.

Sie hätten gern ein paar Beispiele? Kein Problem: In zwanzig James Bond-Filmen war es im Grunde völlig schnuppe, ob der Schurke Fort Knox ausrauben, U-Boote stehlen oder Atom-Bomben hochgehen lassen wollte. Für Indiana Jones machte es auch keinen Unterschied, der Bundeslade oder dem Heiligen Gral hinterher zu rennen. Die Hauptsache war in jedem Fall, dass es überhaupt einen "McGuffin" gab, damit es losgehen konnte. Ob das "McGuffin"-Konzept für die Story-Qualität nun gut oder schlecht ist, darüber lässt sich streiten. Fest steht jedenfalls, dass es bestens funktioniert.

Produktionsentwurf

Das dachte sich anscheinend auch Buena Vistas Marketingleiter Oren Aviv, der einen ersten Entwurf zu "Das Vermächtnis der Tempelritter" bereits Ende der 90er entwickelte. Ursprünglich ging es dabei nur um einen Mann, der gezwungen war, die Unabhängigkeitserklärung der USA zu stehlen, damit sie nicht in falsche Hände geriet. Im Laufe der Zeit wurde daraus ein wesentlich größeres Projekt mit immer neuen Story-Facetten.

Schließlich landete das Skript bei Regisseur Jon Turteltaub. Dass die Wahl ausgerechnet auf ihn fiel, schien zunächst sehr ungewöhnlich, machte sich der 1964 geborene Filmemacher mit Disney-Produktionen wie "Cool Runnings", "Während du schliefst", oder "The Kid" doch eher einen Namen als erfolgreicher Komödien-Spezialist. Als dann plötzlich zusätzlich das Interesse von Jerry Bruckheimer -- seit Jahren Hollywoods Erfolgsproduzent in Sachen Action schlechthin -- geweckt wurde, stand einem groß angelegten Abenteuerfilm nichts mehr im Wege.

Star-Produzent

Bruckheimer schwebte eine ausgeklügelte Jagd nach einem Schatz vor Augen, wie man sie seit dem letzten "Indiana Jones"-Film nicht mehr gesehen hatte. Für die Hauptrolle gewann man mit "Oscar"-Preisträger Nicolas Cage einen erfahrenen Bruckheimer-"Angestellten", der nach "The Rock", "Con Air" und "Nur noch 60 Sekunden" bereits zum vierten Mal für Jerry vor die Kamera trat und mit den "Tempelrittern" in den USA überraschenderweise den bisher größten finanziellen Erfolg seiner Karriere verbuchen konnte.

Geschätzten Produktionskosten von 100 Mio. Dollar steht ein weltweites Einspiel von sagenhaften 318 Mio. gegenüber. Der Großteil davon (170 Mio.) wurde aufgrund der amerikanischen Thematik natürlich in den USA erwirtschaftet.

Schatz-Hatz

Worum es geht? Um die Suche nach dem größten Schatz der Menschheitsgeschichte. Die Familie Gates ist davon seit mehreren Generationen wie besessen. Alles begann damit, dass Charles Carroll, der letzte lebende, inzwischen todkranke Unterzeichner der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, im Jahre 1832 dem US-Präsidenten ein wichtiges Geheimnis verraten möchte. Die Nachricht kommt aber niemals im Weißen Haus an. Stattdessen erhält ein Mitglied der Familie Hinweise auf einen von Sagen umwobenen Schatz. Über Jahrzehnte sind die Gates-Abkömmlinge fortan mit der Suche beschäftigt.

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