Das Boot - Die Serie

Test

Diese Produktion gehört mit Abstand zum Besten, was der Deutsche Film jemals hervorgebracht hat

Das Boot - Die Serie Vor fast 25 Jahren kam der Zusammenschnitt einer deutschen Miniserie in die Kinos, der zum bis dato größten Triumph teutonischer Filmproduktion wurde. Der Streifen verbuchte u.a. sechs "Oscar"-Nominierungen und öffnete seinem Regisseur Wolfgang Petersen und Hauptdarsteller Jürgen Prochnow die Tür nach Hollywood. Als Vorlage diente der Roman von Lothar Günther Buchheim.

Petersen nutzte die ihm gebotene Chance und setzte die für damalige Verhältnisse schier unglaubliche Summe von 25 Millionen D-Mark effektiv in bewegte Bilder um. Besonderes Augenmerk legten die Macher auf ein größtmögliches Maß an Authentizität. Von den Kostümen über die Frisuren und das Make-up bis hin zur kleinsten Schraube im U-Boot überzeugt die Ausstattung immer noch durch ihren Realismus und trägt maßgeblich zur Wirkung bei.

Darüber hinaus stand dem aus Emden stammenden Petersen eine traumhafte Besetzung zur Verfügung, die die Figuren des Romans in glaubhafte Charaktere verwandelte.

Die Story in voller Länge

Im Gegensatz zu den bisher erhältlichen in- und ausländischen DVDs, die immer nur den Kinofilm als Director's Cut zeigten, erlebt der Zuschauer auf diesem Doppelpack die ganze Geschichte mit einer Laufzeit von beeindruckenden 282 Minuten.

Der Einsatz beginnt im Herbst 1941. Im französischen La Rochelle bereitet sich die Besatzung des deutschen U-Boots U 96 auf die nächste Feindfahrt unter ihrem erfahrenen Kaleu (Kapitän-Leutnant) vor, den die Männer nur den "Alten" (Prochnow) nennen. Mit an Bord ist der Kriegsberichterstatter Werner (Herbert Grönemeyer), der miterleben muss, wie der Krieg unschuldige Jungs in gezeichnete Männer verwandelt.

Die zunächst ergebnislose Suche nach Feindschiffen vor Irland mündet schnell in ein tödliches Duell mit einem auftauchenden Zerstörer. Es folgen Wasserbomben und Tauchmanöver in gefährliche Untiefen. Nach einer kurzen Verschnaufpause in Spa-nien macht sich U 96 auf den Heimweg und begegnet schließlich seinem Schicksal. PK n

Fazit

Film-Check: "Das Boot" war einer dieser Idealfälle, bei denen alles passt. Petersen hatte das richtige Fingerspitzengefühl für die Inszenierung und ein Ensemble zur Verfügung, das seinesgleichen sucht. Dazu kamen eine beklemmende Atmosphäre, top Ausstattung und die kongeniale Musik des Jazzmusikers Klaus Doldinger.
DVD-Fazit: Endlich ist einer der wichtigsten deutschen Nachkriegsfilme in seiner längstmöglichen Fassung auf DVD erhältlich. Dem Bild sieht man das Alter an, dafür wurde der Ton etwas aufgepeppt. Dass auf den zwei Scheiben kein Platz für filmbegleitende Features mehr war, ist zwar schade, schmälert die Wirkung des "Boots" aber in keiner Weise.

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