Von wegen im Dunkeln ist?s gut munkeln ... Der spanische Erfolgsregisseur Jaume Balagueró spielt in seinem neuesten Horrorthriller gekonnt mit der Urangst des Menschen vor der Finsternis
Nach "The Nameless" ist "Darkness" bereits der zweite DVD-Release eines Balagueró-Films in Deutschland. Aber im Vergleich zum Vorgänger, der nicht nur in Spanien, sondern auch auch weltweit positive Kritiken sowie diverse Festival-Preise einheimste, wird der aktuelle Streifen nur als Single-Disc-Edition aufgelegt.
Entsprechend magerer ist das Bonusmaterial. Das mag durchaus damit zusammenhängen, dass "Darkness" der internationale Erfolg verwehrt blieb. In Deutschland lief der nach konventionellem Muster inszenierte Film nur auf dem Fantasy Film Festival 2003 und kam nicht in die Kinos.
Im kurzen Videointerview des Regisseurs, der wie zuvor bei "The Nameless" auch hier das Drehbuch verfasste, erhält man einige Informationen über die Produktion des Films, wenn auch bei weitem nicht genug. In den wenigen Minuten Laufzeit spricht Balagueró über seine Intentionen und über tricktechnische Spielereien. So erfährt man, dass er das Haus z.B. extra für den Dreh erbauen ließ, nur um es nach Beendigung der Aufnahmen wieder abzureißen.
Das kurzeMaking of fällt etwas enttäuschend aus. Die von Musik unterlegten, nicht kommentierten B-Roll-Aufnahmen zeigen Regisseur und Team bei der Arbeit -- z.B. beim Dreh der Schwimmbad-Szene oder der Inszenierung von Pauls Fahrt mit seinem Vater Mark zur Schule, bei der das Familienoberhaupt unerwartet zusammenbricht. Dazu kommen einige Innenaufnahmen des Horrorhauses.
Im Bonusmaterial der DVD finden sich schließlich noch fünf weitere Interviews mit Untertiteln. Der junge spanische Schauspieler Fele Martinez, der Reginas Freund Carlo verkörpert, spricht über die Herausforderung, den Film nicht in seiner Muttersprache, sondern auf Englisch zu drehen. Lena Olin wiederum gewährt einige Einblicke in ihre Erfahrungen am Set.
Die recht lohnenswerten Interviews sollte man sich allerdings besser nicht vor dem Hauptfilm ansehen, weil hier einige Hintergrundinfos verraten werden, die die Spannung schmälern dürften.
