Dallas 362: Straße am Abgrund getestet

Test Simone Neus

Scott Caans Regiedebüt schaffte es nicht in die deutschen Kinos. Hat das Erstlingswerk auf DVD eine Chance?

Multitasking

Der 1976 in L. A. geborene Scott Caan ist der Sohn von James Caan, der für seine Rolle als Santino "Sonny" Corleone in "Der Pate" für einen "Oscar" nominiert wurde. Caan Jr. spielte u.a. in "American Outlaws" (2001), "Ocean?s Eleven" (2001) oder "Into the Blue" (2005) mit. Bei "Dallas 362" führte er nicht nur erstmals Regie, sondern übernahm auch Drehbuch und Hauptrolle.

Woher Scott Caan die Idee für das Skript nahm und warum er unbedingt auf dem Regiestuhl Platz nehmen wollte, wird im Bonusbereich der DVD leider nicht verraten. Zur Auswahl stehen hier lediglich eine Fotogalerie und einige Werbe-Trailer des Anbieters. Die US-Scheibe wartet dagegen mit einem Regiekommentar, gelöschten Szenen und einem Making of auf.

Fazit

Film-Check: Scott Caans Low-Budget-Film ist eine unentschlossen wirkende Kombination aus Drama und Gangsterkomödie, in der sich auch Elemente eines Roadmovies finden. Die ausgefallenen Kamerafahrten und originellen Schnitten gefallen, trösten aber nicht über die dünne Story über zwei Freunde, deren Wege sich auf vorhersehbare Weise trennen, hinweg.Die Dialoge sind nicht nur langatmig, sondern darüber hinaus auch oberflächlich bis banal. Da reißen selbst Jeff Goldblum oder die in einem Kurzauftritt zu sehende Selma Blair wenig heraus. Auch wenn Scott Caan als Schauspieler eine gute Figur macht -- das Drehbuchschreiben sollte er lieber anderen überlassen.
DVD-Fazit: In audiovisueller Hinsicht setzt diese Scheibe definitiv keinen neuen Standard. Schade, dass man für die Ausstattung nicht wenigstens den Audiokommentar des Regie-Newcomers Scott Caan von der Code 1-Disc übernahm.

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