Coffee Break

Test

Morgens Kaffee trinken und abends die Sekretärin verführen -- so einfach ist die Arbeit in Coffee Break.

Für den Storymodus der »Bürosimulation« Coffee Break wählen wir aus zwei Charakteren: Entweder spielen wir die Missionen von Womanizer Harald oder gehen mit Softie Karl-Heinz ins Büro. Beide haben jeweils zwei Aufgaben zu meistern, bevor wir mit ihnen im freien Modus spielen können.

Karl-Heinz muss den beliebten, aber intriganten Kollegen Lutz rausekeln. Harald hingegen will verhindern, dass die Bosse seiner Firma dahinter kommen, dass er seit Jahren Gelder veruntreut.

Quatschen unter Zeitdruck

Um die Ziele Kalles oder Harrys zu erreichen, machen Sie nichts weiter, als im Büro Gegenstände einzusammeln und die Angestellten zu bequatschen. Um Akten verschwinden zu lassen, bändeln Sie mit Buchprüferin Daisy an; um Gespräche zu belauschen, klauen Sie ein Walkie-Talkie und platzieren es im Lüftungsschacht.

Da Sie alle Ziele einer Mission innerhalb einer Woche erledigen müssen, um weiter zu kommen, bleibt Ihnen nicht viel Zeit für Plaudereien mit der flotten Sekretärin. Zu blöd, dass Ihnen für bürotypische Aufgaben auch noch der halbe Tag verloren geht. Kopieren, an einer Besprechung teilnehmen, Akten sichten, Kopieren. Immer das Gleiche. Auch die Konversationen mit den Kollegen beschränken sich auf die gleichen, wenigen Themen -- Arbeit, Autos, Frauen. Aber trotzdem können Sie damit die Sympathiewerte von »zerstritten« auf »befreundet« bringen. Dann nehmen uns die Mitarbeiter immerhin etwas Arbeit ab.

Die lieben Krabbelkäfer

Coffee Break hat das, was Sims und Singles nicht haben: ein Leben auf der Arbeit. Das war's aber auch schon. Die Sims bietet schönere Grafik, mehr Freiheit und Spieltiefe, Singles den spannenderen Story-Modus und echte Sprachausgabe. Coffee Break hat nur einen Kaffeeautomaten. Und ein paar Bugs. So verschwindet zum Beispiel hin und wieder das Interface vollständig, und Sie können es nur wieder einschalten, indem Sie das Spiel neu starten. Freies Speichern fehlt, gesichert wird der Spielstand nur zur Mittagspause und am Abend. Sprachaufnahmen suchen Sie vergeblich, es gibt nur die leisen Hintergrundgeräusche des Büroalltags.

Diverse Ziele waren beim Testen nicht erfüllbar: Für einen anonymen Drohbrief an Lutz sollten wir eine Zeitung einsammeln. Anderthalb Tage später haben wir immer noch keine Zeitung gefunden, aber die Mission war fast vorbei. Eigentlich dachten wir, dass wir das ganze noch mal von vorne spielen müssen. Falsch gedacht, das Programm beendete die Mission erfolgreich -- als ob wir die Zeitung gefunden hätten.

Susanne Braun

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