City of Ghosts

Test

Perspektivenwechsel: In seinem Kinofilmdebüt agiert Matt Dillon sowohl vor als auch hinter der Kamera

Als Jimmy (Matt Dillon) nach einem Versicherungsbetrug auf der Fahndungsliste des FBI landet, verlässt er Hals über Kopf die Vereinigten Staaten in Richtung Südostasien. In Kambodscha will er sich mit seinen Partner und Mentor Marvin (James Caan) treffen, mit dem er gemeinsam das Geld unterschlagen hat, und seinen Anteil an der Beute einfordern.

Doch schon gleich nach Jimmys Ankunft läuft alles schief. Nicht nur, dass nach dem Einchecken in das heruntergekommene Hotel von Emile (Gérard Depardieu) sein Reisepass gestohlen wird. Eine gefälschte Nachricht Marvins führt Jimmy zu allem Überfluss noch direkt in einen Hinterhalt. Dennoch gelingt es ihm mit Hilfe des zwielichtigen Kaspar (Stellan Skarsgård), Marvin ausfindig zu machen. Dieser bietet Jimmy an, bei einem großen Projekt einzusteigen. Doch der abgekämpfte junge Mann will nichts mehr mit kriminellen Machenschaften zu tun haben. Als Marvin allerdings entführt wird, nimmt Jimmy die Spurensuche auf.

Schnitzeljagd

Bis jetzt machte sich Matt Dillon in erster Linie durch seine Schauspielkunst einen Namen, wie z.B. in "Verrückt nach Mary" oder "Wild Things". Zum ersten Mal Regie führte der einstige Kinderstar 1999 für eine Folge der TV-Serie "Oz". Sein Kinofilmdebüt folgte im Jahr 2003 mit "City of Ghosts", an dessen Drehbuch der Schauspieler ebenfalls eifrig mitarbeitete. Dementsprechend ausführlich fallen Dillons Anmerkungen im Audiokommentar aus. Co-Autor Barry Gifford, der bereits mit dem Drehbuch zu David Lynchs "Lost Highway" auf sich aufmerksam machte, hält sich mit seinen Anmerkungen dagegen eher im Hintergrund.

Weiteres Bonusmaterial begrenzt sich auf Filmografien zu Matt Dillon, Gérard Depardieu, Stellan Skarsgård, James Caan sowie Natasha McElhone. Diese selbst ablaufenden Texttafeln beginnen mit einem Lebenslauf der Personen, bevor eine Liste ihrer Auftritte in TV- und Kinoproduktionen folgt.FE n

Fazit

Film-Check: Matt Dillons erster Spielfilm fängt sehr gut die Atmosphäre eines von Krieg und Korruption zerfressenen Kambodschas ein. Allerdings wird die an sich doch etwas dünne Story zu weitläufig ausgebreitet, als dass der Zuschauer das Interesse bis zum Ende halten könnte. Die Darstellerleistungen stellen zumindest durchgehend zufrieden.
DVD-Fazit: ,5Auch wenn Matt Dillons Regiedebüt zu langatmig ausgefallen ist und die Zuschauer einiges an Geduld aufbringen müssen, zeigt er doch Potential für weitere Arbeiten hinter der Kamera. Technisch ist die Scheibe anständig ausgefallen, die Extras hingegen sind etwas spärlich. Zumindest offeriert der Audiokommentar zahlreiche Informationen.

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