Pünktlich zur Weihnachtszeit mischt Will Ferrell als naiver Adoptiv-Elf das verschneite New York auf
Die Vorstellung von Weihnachten ist in Amerika ja bekanntlich eine andere als hierzulande. Uns beschert am 24. Dezember das Christkind, in den USA bringt dagegen der einer Coca-Cola-Werbekampagne entsprungene Santa Claus die Geschenke. Auf dieser Interpretation des Festes basiert auch die US-Komödie "Buddy -- Der Weihnachtself".
Auf seiner alljährlichen Tour durch die Häuser krabbelt dem Weihnachtsmann (Edward Asner) eines Heiligen Abends unbemerkt ein Waisenkind in den Gabensack. So gelangt der Findling als blinder Passagier in Santas Spielzeugwerkstatt am Nordpol, wo er auf den Namen "Buddy" getauft und von den Elfen aufgezogen wird.
Körperlich bald doppelt so groß wie Santas fleißige Helfer, erfährt Buddy (Will Ferrell) erst als Erwachsener von seiner Abstammung und seinem leiblichen Vater (James Caan). Der steht als herzloser Geschäftsmann auf Santas "Schwarzer Liste" und hat eine ordentliche Portion Weihnachtsstimmung bitter nötig. Prompt macht sich Buddy auf den Weg ins winterliche Manhattan, wo er mit Elfenkostüm und kindlicher Naivität für reichlich chaotische Momente sorgt.
Festtagsgeschäft
Nach seinem Regie-Einstand mit der Gaunerkomödie "Made" landete der Schauspieler Jon Favreau mit seinem zweiten selbst inszenierten Kinofilm einen (kalkulierten?) Volltreffer. Weltweites Einspiel: Über 220 Mio. Dollar. Um die Geschichte möglichst kindgerecht zu halten, fielen einige Szenen mit zum Teil Comic-hafter Gewalt der Schere zum Opfer. Diese finden sich im Bonusmaterial der DVD samt zuschaltbaren Kommentaren wieder.
Reichlich kommentiert wird auch in den beiden Audio-Tracks von Regisseur Jon Favreau und Will Ferrell, wobei beide deutlich sachlicher zu Werke gingen, als sich manch einer vielleicht erhofft hat. Will heißen: Zu lachen gibt es hier nicht viel, dafür reichlich Hintergrundinfos.
Ein Fact Track liefert weitere Geschichten und Fakten rund um den Elfen Buddy. Das knapp einstündige "Hinter den Kulissen"-Feature deckt schließlich nahezu alle Bereiche der Produktion ab. TO n
