Terry Gilliams finstere Fantasy-Farce schickt die berühmten Märchenerzähler ins Reich ihrer eigenen Geschichten
Fantasy Heute sind die aus dem hessischen Hanau stammenden Brüder Jacob Grimm (1785 bis 1863) und Wilhelm Grimm (1786 bis 1859) in der ganzen Welt als Autoren der wohl berühmtesten Märchen der Welt bekannt. Ihren fantastischen Erzählungen von bösartigen Hexen, menschenfressenden Wölfen und anderen unglaublichen Kreaturen wohnt immer auch eine gewisse Grausamkeit inne.
Ganz neue Perspektiven
In Terry Gilliams neuestem Werk sind die Grimms allerdings keine ehrenwerten Verfasser spannender Geschichten und Fabeln, sondern vielmehr zwei raffinierte Betrüger, die aus der Naivität der abergläubischen Landbevölkerung Kapital schlagen.
Nachdem sie wieder einmal mit einer inszenierten Hexenaustreibung einer Dorfgemeinschaft Geld abgeknöpft haben, werden Jake (Heath Ledger) und Will (Matt Damon) von napoleonischen Truppen verhaftet. Unter dem Kommando des italienischen Folterknechts Cavaldi (Peter Stormare) führt man sie dem französischen Edelmann Delatombe (Jonathan Pryce) vor.
Des Betrugs angeklagt, bleibt den Brüdern nur ein einziger Ausweg: Sie müssen das Verschwinden von zehn unschuldigen Mädchen aus dem Dorf Marbaden aufklären. Sollten sie dabei scheitern, droht der Tod durch die Guillotine.
In Marbaden angekommen, sind die Grimms auf die Hilfe eines ortskundigen Führers angewiesen. Die mysteriöse Angelika (Lena Headey) bietet sich an, Jake und Will in den finsteren Wald zu geleiten.
