Ang Lee erzählt von der Suche nach Liebe und Identität und räumt mit dem Männlichkeitsbild und Mythos des Wilden Westens auf
Kunstvolle Ergänzung
Alma (Michelle Williams) ahnt die Ehekrise
Ang Lees Film galt mit acht Nominierungen als Favorit für die 78. Oscar-Verleihung 2006. Preise gab es in den Kategorien Regie, Musik und Drehbuch. Das Drehbuchschreiben hatte Annie Proulx dem Autorenpaar Larry McMurtry und Diana Ossana überlassen, die die Story 1997 im "New Yorker" gelesen und sofort die Rechte gekauft hatten. Während Proulx im Bonusmaterial der DVD leider nicht zu Wort kommt, erzählen Ossana und McMurtry, wie sie die nur dreißigseitige Vorlage verdoppelten, um ein Skript in Filmlänge vorlegen zu können.
Interessant ist auch ein Blick ins "Cowboy-Trainingscamp", in dem einige für den Dreh nötige Fertigkeiten vermittelt wurden. Während der Australier Ledger, der schon als Kind reiten konnte, kaum Probleme hatte, musste Gyllenhaal den Umgang mit Pferden, das Holzhacken, Lassowerfen und Schafehüten erst noch lernen. In diesem Feature werden auch die Doubles vorgestellt, die z.B. in den Rodeoszenen zum Einsatz kamen.
