Blue Crush

Test

Sonne, Strand, Meer und ein Surfbrett unter den Füßen -- wer mehr erwartet, liegt hier falsch

Das Leben könnte so einfach sein. Am Strand abhängen, mit dem Surfboard auf den Wellen reiten und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Anne Marie (Kate Bosworth) lebt diesen Traum. Zumindest dann, wenn sie nicht als Zimmermädchen im Hotel arbeitet.

Ihre gesamte Freizeit verbringt sie mit Surfen -- und hätte sogar Chancen auf einen ganz großen Sponsorenvertrag. Doch ihr Problem ist die Angst. Seit einem schweren Unfall traut sich Anne Marie nicht mehr auf die großen Wellen und schon gar nicht mehr in die Pipe. Aber die Angst müsste sie überwinden, wenn sie das große Pipe Masters-Turnier auf Hawaii gewinnen will. Als ihr der Footballspieler Matt (Matthew Davis) über den Weg läuft, beginnt Anne Marie zu zweifeln, ob sie wirklich an dem lebensgefährlichen Wettbewerb teilnehmen soll.

Regisseur John Stockwell ist einigen Zuschauern vielleicht als Billy Hazard aus der Fernsehserie "Fackeln im Sturm" oder als Cougar in "Top Gun" bekannt. Der Durchbruch als Autor und Regisseur gelang ihm 1997 mit "Breast Men", einem Doku-Drama über Aufstieg und Fall der Erfinder der Silikon-Implantate.

Dem Thema des Films entsprechend -- und weil John Stockwell selbst ein begeisterter Surfer ist -- befassen sich die meisten der DVD-Specials mit dem risikoreichen Wassersport. Zwei Audiokommentare machen den Anfang. Hörenswert ist jedoch nur der erste von Stockwell, seinem Sohn Casper und Produzent Rick Dallago. Hier werden viel Hintergrundwissen und Anekdoten von den Dreharbeiten geboten. Den zweiten Kommentar lieferten die Darstellerinnen. Sie kommentieren stets nur die jeweilige Szene.

Surfszenen und -patzer sind in den Making of-Features zu sehen, in denen die im Film auftretenden Surferstars aus dem Nähkästchen plaudern und Anfängern einige wissenswerte Tipps mit auf den Weg geben. Weitere Infos zum Thema kann man sich aus den Texttafeln ziehen, in denen Surf-Begriffe, Wellen und Surfboards erklärt werden. Zudem enthält die Disc 18 Minuten an geschnittenen Szenen, die jeweils vom Regisseur kommentiert werden. Alle Extras sind deutsch untertitelt. MS

Fazit

Film-Check: Die Story von "Blue Crush" setzt auf Altbewährtes und versucht gar nicht erst, die Zuschauer mit Unerwartetem zu überraschen. Was soll´s. Hier stimmt die Chemie zwischen den attraktiven Darstellern und über die dünne Geschichte trösten die sagenhaften Aufnahmen der atemberaubenden Surfszenen hinweg. Nicht mehr und nicht weniger als ein Surferfilm.
DVD-Fazit: "Blue Crush" ist ein typischer belangloser Sportkult-Film inklusive simpler Aschenputtel-Geschichte, der in erster Linie Surfer und Jugendliche als Zielpublikum anspricht. Die Surfszenen sind von Stockwell schnörkellos und realitätsnah auf die Leinwand gebracht worden. Das Bild der Disc ist ordentlich, der Ton überzeugend, die Extras sind reichlich, aber werbelastig.

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