Blade: Trinity 2-Disc-Edition

Test

Für den Abschluss seiner Serie nahm Drehbuchautor David S. Goyer das Regie-Zepter selbst in die Hand

Vermutlich ist das auch einer der Gründe, warum Snipes keinerlei Promotion-Arbeit für den Film leistete und sich auch im Bonusmaterial der DVD kaum "sehen lässt". Einzig im umfassenden Making of, das sich wie die weiteren Extras auf der Bonus-Disc befindet, gibt er einige Statements zum Besten, die allerdings einen recht uninspirierten und gelangweilten Eindruck hinterlassen.

Fundgrube

Dennoch erweist sich die 107 Minuten lange und in 16 Kapitel unterteilte Doku als überaus informativ und aufschlussreich -- von den gelegentlich eingestreuten gegenseitigen Lobeshymnen der Beteiligten einmal abgesehen. Analysiert werden u.a. Story-Entwicklung, das Training der Darsteller, Set-Design, Kostüme, Insider-Fakten, Waffen, Stunts, visuelle Effekte, Musik, Sounddesign, und auch die Zukunft von "Blade", wobei sich Goyer aber mit einer eindeutigen Aus sage zu möglichen TV-Serien, Spin-offs oder gar einem Teil 4 zurückhält.

Reichlich abgehoben wirkt das fünfminütige Interview "Goyer über Goyer", in dem sich der Regisseur einige selbstgefällige Fragen und die dazugehörigen, weichgespülten Antworten zuspielt. Außerdem bietet die Disc ein zweiminütiges alternatives Ende, in dem die Nightstalkers einen weiteren Auftritt haben, Outtakes mit Pannen, Versprechern und einigen beabsichtigten Späßen vom Dreh sowie Galerien zu den Filmwaffen und der Entstehung der CGI-Effekte.

Fazit

Film-Check: "Blade: Trinity" ist für sich gesehen ein solider Actioner mit reichlich Kampfszenen, einem coolen Heldentrio und jeder Menge trockenem Humor. Reynolds und Biel sind in physischer Topform und stehlen Snipes glatt die Show. Im Vergleich mit den Vorgängern ist der dritte Teil aber der schwächste, da hier v.a. ein charismatischer Bösewicht fehlt.
DVD-Fazit: Unterm Strich ein doch leicht enttäuschender Abschluss der Trilogie, der auf DVD aber mit überzeugender Technik und ausreichend Boni aufwartet. Ungeduldige "Blade"-Fans greifen in jedem Fall zur Kinofassung (kJf), die anderen nehmen im Oktober die "Extreme Version" (siehe Infokasten). Von der gekürzten FSK-16-Fassung sollte man die Finger lassen.

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