Bittersweet Life

Test

Südkoreas Starregisseur Kim Ji-Woon setzt in seinem aktuellen Werk einen Rachefeldzug stylisch in Szene

Bittersweet Life Gangsterboss Kang (Kim Yeong-Cheol) kann sich glücklich schätzen, mit Sun-Woo (Lee Byung-Hun) einen loyalen Bodyguard und eiskalten Killer an seiner Seite zu haben. Auch heikle Aufträge werden stets diskret erledigt. Als sich Sun-Woo aus sentimentalen Gründen jedoch eines Tages weigert, Kangs Freundin Hee-Soo (Shin Min-A) und deren Liebhaber zu eliminieren, erklärt Kang seinen bis dato besten Mann zum Feind.

Gegen eine Horde von Schlägern ist selbst Sun-Woo machtlos. Schwer verletzt entrinnt er nur knapp dem Tod. Aber so leicht lässt sich ein ehemaliger Killer nicht unterkriegen. Mit Wut im Bauch und mehreren geladenen Schnellfeuerwaffen macht sich Sun-Woo auf die Jagd nach seinen Peinigern. Ein blutiger Rachefeldzug mit ungewissem Ausgang nimmt seinen Lauf ...

Gut Ding will Weile haben

Der auf dem 19. Fantasy FilmFest 2005 gezeigte Streifen kommt in zwei unterschiedlichen Varianten auf den Mark. Die Verleihversion beinhaltet die koreanische Kinofassung und hält unter den Extras u.a. ein kurzes, aufschlussreiches Interview mit Regisseur und Drehbuchautor Kim Ji-Woon ("A Tale of Two Sisters") bereit. Unter anderem spricht dieser über seine Leidenschaft zum Film Noir und verrät, wie er auf den Titel "Bittersweet Life" kam.

Wer Wert auf eine schicke Verpackung bzw. ausführliche Special Features legt, muss sich bis 25. August 2006 gedulden. Dann erscheint der Film als umgeschnittener Director's Cut auf einer Doppel-DVD im SteelBook. Als Sonderausstattung sind angekündigt: zwei Audiokommentare, ein Making of, gelöschte Szenen und mehrere Featurettes über den Style, die Musik, die Stunts, die Spezialeffekte und mehr. SN n

Fazit

Film-Check: Der als eines der größten Talente des asiatischen Kinos gehandelte Filmemacher Kim Ji-Woon bezeichnet seinen kompromisslosen Rachethriller treffenderweise als Noir-Actionfilm. Die Story über einen gedemütigten Killer, der mit seinen Peinigern kurzen Prozess macht, ist zugegebenermaßen alles andere als einfallsreich, wurde jedoch optisch ansprechend inszeniert und mit einem konsequenten Ende versehen.Die Kämpfe sind sehr blutig und brutal, wirken aber weder übertrieben noch gewaltverherrlichend. Allen Asienfilm-Fans, die gerne schnörkellose, knallharte Actionszenen sehen, ist dieser Streifen fraglos zu empfehlen.
DVD-Fazit: Die Single-Disc präsentiert ein beinahe perfektes Bild und soliden 5.1-Sound, der noch etwas satter hätte sein dürfen. Boniverliebte schnappen sich Ende August das mit Extras gut bestückte SteelBook mit dem Director's Cut.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk