DVD-Test: Bierfest

Test Simone Neus

Wer trinkt wen untern Tisch? Eine Gruppe mutiger Amerikaner fordert bayrische Schluckspechte zum Duell heraus

Bier her, Bier leer

Jürgen Prochnow als deutscher Onkel. Jürgen Prochnow als deutscher Onkel. Von einer herzlichen Begrüßung kann jedoch nicht die Rede sein. Die bayrischen Champions haben für ihre amerikanischen Verwandten nur Verachtung übrig und blamieren sie prompt beim Wetttrinken. Diese Schmach wollen Todd und Jan nicht auf sich sitzen lassen. Zurück in Amerika rekrutieren sie die größten Säufer aus ihrer Studentenzeit, um es den verhassten "Krauts" im folgenden Jahr heimzuzahlen.

Mit von der Partie sind der ehemalige Brauereiangestellte Landfill (Kevin Heffernan), der jüdische Wissenschaftler Fink (Steve Lemme) und der indische Münzwurfmeister Barry (Jay Chandrasekhar). Jetzt heißt es für alle "Ran ans Fass!" -- ohne Rücksicht auf die Leber.

O´zapft is!

Wer seinen Hals entspannt, kann besser schlucken Wer seinen Hals entspannt, kann besser schlucken Wer nach dieser Komödie seinen Durst nach Hintergrundinformationen stillen möchte, entscheidet sich bei den DVD-Extras für die knapp zehnminütige Featurette "Party Fouls". Hier kommt das Comedy-Team "Broken Lizard" mit Erik Stolhanske, Kevin Heffernan, Steve Lemme und Regisseur Jay Chandrasekhar zu Wort. Die amerikanischen Spaßvögel plaudern über peinliche Party-Erfahrungen und verraten, wie sich die deutschen Schauspielkollegen Ralf Moeller ("Gladiator") und der Profi-Bodybuilder Gunter Schlierkamp beim realen Saufduell nach Drehschluss schlugen.

Weiter geht es mit dem Kurzfilm "Die Geschichte des Bieres" von und mit den "Broken Lizards", dessen Wahrheitsgehalt sich allerdings als äußerst gering erweist. Ein Audiokommentar, Making of oder Interviews mit Prochnow, Moeller & Co. haben es leider nicht auf den Silberling geschafft. SN n

Fazit

Film-Check: Sollten Abstinenzler oder Weinliebhaber versehentlich einen Blick in dieses klamaukige Machwerk werfen, sind zweifellos Hopfen und Malz verloren. Denn natürlich darf man Jay Chandrasekhars feucht-fröhliche Hommage an das Traditionsgetränk, deren Name Programm ist, keinesfalls bierernst nehmen. Wer den Gerstensaft aber liebt, bekommt die ideale Vorlage für einen angeheiterten Abend in fröhlicher Männerrunde. Dass dabei die Kronkorken nur so ploppen, ist einfach unvermeidlich. Nüchtern betrachtet, hilft so ein Rausch nicht nur über die zahlreichen Kalauer hinweg. Man kann sich eben doch so einiges schön trinken!
DVD-Fazit: Die audiovisuelle Umsetzung des Silberlings stellt auch technisch anspruchsvolle Heimkinofreunde zufrieden. Etwas mehr Auswahl bei den Special Features hätte der DVD-Umsetzung schließlich die Schaumkrone aufgesetzt.

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