Der Test aus DVD Vision 3/2007.
Extrem dürftig: Seagals Kampfeinlagen
Der einst viel versprechende Actionstar und Aikidoka Steven Seagal dreht weiter munter einen (Direct-to-DVD-)Billigstreifen nach dem anderen. Die Drehbücher sind dabei genauso austauschbar wie die Drehorte und Kulissen. Zumeist geht es um irgendeinen Ex-Agenten oder -Soldaten im Kampf gegen x-beliebige Terroristen oder Drogendealer, die stets irgendwo im Ostblock zu finden sind. Auch "Attack Force" macht in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Zwar will uns der Film weismachen, wir befänden uns in Frankreich, gedreht wurde allerdings in Rumänen -- was man jeder Einstellung ansieht.
Gefangen: eine CTX-süchtige Killerin
Viel schlimmer ist jedoch, dass dieses Machwerk zunächst als Sci-Fi-Flick mit dem Titel "Harvester" konzipiert wurde, in dem Seagal den Kampf gegen menschenähnliche Aliens aufnehmen sollte. Diese Idee wurde jedoch verworfen und das Konzept anhand massiver Umschnitte, Nachdrehs und partieller Neusynchronisation der mittlerweile unpassenden Dialoge gänzlich umgekrempelt.
Seagal operiert nun als Agent Marshall Lawson gegen die Drahtzieher hinter der DNS-verändernden Superdroge "CTX", welche übermenschliche Kräfte und Reflexe verleiht. Als Lawson herausfindet, dass die Substanz einst vom Militär entwickelt wurde, wird er selbst zur Zielscheibe.
