Alien vs. Predator

Test

Nach Kinoversion und Extreme Edition erscheint jetzt eine Doppel-DVD mit einer etwa acht Minuten längeren Fassung

Alien vs. Predator Ein Satellit des todkranken Milliardärs und Großindustriellen Charles Bishop Weyland (Lance Henriksen) ortet tief unter dem ewigen Eis der Antarktis ein geheimnisvolles Funksignal. Weyland vermutet eine spektakuläre archäologische Entdeckung und stellt ein Team von Wissenschaftlern zusammen. Die Expertin Alexa "Lex" Woods (Sanaa Lathan) soll die Mannschaft anführen.

Am Ziel angekommen, wollen die Forscher einen Weg in die Tiefe bohren und stellen überrascht fest, dass bereits ein Tunnel nach unten existiert. Als sie hinabsteigen, stoßen sie auf eine unterirdische Pyramide. In deren Dunkelheit haben bösartige Kreaturen nur darauf gewartet, dass sich jemand an diesen Ort verirrt. Nachdem die ersten Teammitglieder den Tod finden, greift eine weitere Spezies in den Kampf ein ...

Extended Version

Gerüchten zufolge wurde die "AvP"-Originalversion auf Drängen des Studios zugunsten der in den USA angestrebten Altersfreigabe "PG-13" entschärft. Eine Code 1-"Unrated"-Version des Films zeigte bereits zusätzliche CGI-Blut-Effekte. Nun veröffentlicht 20th Century Fox nach Ridley Scotts "Königreich der Himmel" (S. 86) auch Paul W.S. Andersons Werk in seiner Produktlinie Century3 Cinedition, die jeweils längere Fassungen der Originalfilme beinhaltet. Die Doppel-DVD enthält auf Disc 1 sowohl die Kinofassung (ca. 96 Min.) als auch eine erweiterte Version (ca. 104 Min.). In den etwa acht zusätzlichen Minuten wird u.a. mehr über das Initialisierungsritual der Nachwuchsjäger aus dem All offenbart.

Bekannte Extras

Das Bonusmaterial entspricht dem der Extreme Edition (DVD VISION 04/2005). Die beiden Audiokommentare beziehen sich auf die Kinofassung. Den ersten lieferte Paul W.S. Anderson mit Lance Henriksen und Sanaa Lathan, der zweite stammt von Visual Effects Supervisor John Bruno sowie Alec Gillis und Tom Woodruff Jr., die als Special-Effects-Profis mit ihrer Firma "Amalgamated Dynamics Inc." auch für die "Spider-Man"-Filme zuständig waren.

Auf Disc 2 findet sich das beinahe einstündige Making of, in dem Anderson verrät, was ihn bei seiner Umsetzung des Themas inspirierte. Die Featurettes über die Konzeption, Miniaturen, Entstehung der Kreaturen oder Comicvorlage sind speziell für Fans interessant. Sammler der Actionfiguren freuen sich über das viertelstündige Interview mit Todd McFarlane. Elf unveröffentlichte Szenen, ein HBO-Special sowie Easter Eggs runden die deutsch untertitelten Boni ab, deren Laufzeit insgesamt etwa 195 Minuten beträgt. MK n

Fazit

Film-Check: Auch wenn die Optik der Produktion als durchaus ansprechend bezeichnet werden kann -- was nicht zuletzt dem gelungenen Design der titelgebenden Figuren zu verdanken ist -- vermochte der Film weder die Anhänger der "Alien"- bzw. "Predator"-Filme noch Kenner des gleichnamigen Comics bzw. Videospiels zu überzeugen.Für die längere Fassung ließ man die CGI-Effektschmiede nachträglich mehr Blut einfügen. Die zusätzlichen Minuten beseitigen zwar weder alle Ungereimtheiten noch machen sie den Film zum "Oscar"-Kandidaten -- doch kommt die "Extended Version" den Erwartungen der Fangemeinde immerhin einen Schritt näher.
DVD-Fazit: Technik und Ausstattung des 2-Disc-Sets sind überdurchschnittlich -- ebenso wie bei der seit April 2005 erhältlichen Extreme Edition. Neukäufern empfiehlt sich die Century3 Cinedition aufgrund der verlängerten Filmfassung.

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