24 THE GAME

Test

Vom Fernseh-Knaller zum PS2-Hit? Die OPM-Agenten sagen euch, was Jack Bauers Konsolendebüt taugt!

Lustig ist das Agentenleben

Wie die Story, hält sich auch der Spielablauf sklavisch ans Konzept der Mattscheibenvorlage: Insgesamt 59 Missionen, verteilt auf 24 virtuelle Stunden, stehen zwischen euch und dem krönenden Finale. Die große Masse an Einsätzen ist aber etwas irreführend, denn einige Aufgaben lassen sich locker in wenigen Minuten durchzocken -- für das gesamte Abenteuer brauchen geübte Spieler hingegen knapp zehn Stunden. Was während dieser Zeit abgeht, überflügelt in Sachen Vielfalt jeden Genre-Konkurrenten: Ballern, Fahren, Verhören, Hacken -- kein Aspekt des Agentenlebens bleibt außen vor (siehe Kasten oben). Ebenfalls toll: Neben Jack Bauer treten auch andere Seriencharaktere als Spielfigur ins Rampenlicht: Mal schlüpft ihr in das knappe Röckchen von Michelle Dessler, mal hebt ihr mit Tony Almeda eine Terrorbasis aus.

Trotz aller Abwechslung spielt sich der Großteil des Titels wie eine typische Third-Person-Schießerei. Ihr blickt also über die Schulter eures jeweiligen Helden, ballert auf anstürmende Halunken und sackt das eine oder andere Schlüsselobjekt ein. Dabei fällt vor allem die recht innovative Zielfunktion positiv auf: Während die L1-Taste automatisch den Brustkorb des nächsten Opfers anvisiert, dient der rechte Stick zum manuellen Nachjustieren -- möglichst Richtung Schädelregion! Außerdem praktisch: Kleine Pfeile am Rande des Fadenkreuzes zeigen an, wo der nächste Widerling lauert. Schnell den Steuerknüppel in diese Richtung schnappen lassen, schon wird der benachbarte Terrorlump geschmeidig angepeilt.

Leider wirken die Schusswechsel trotz des gut funktionierenden Aufschaltsystems dezent holprig. Schuld daran sind die immer blöden, niemals glaubwürdigen Gegner. Mehr als blindes Anrennen haben die Digi-Dobermänner nämlich nicht auf dem Kasten. Und wenn dann die Wachmannschaft schnurstracks an Jack vorbeidackelt, weil sie einer unflexiblen Programmierervorgabe folgt, wird's ärgerlich. Einen positiven Nebeneffekt hat die IQ-Schwäche allerdings: Der Schwierigkeitsgrad bleibt stets auf vertretbarem Niveau.

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