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  • R-Factor

    Die perfekte Rennsimulation bietet jedes Auto, das irgendwann einmal gebaut wurde und jede Rennstrecke, die es wert ist, darauf Bestzeiten zu fahren. R-Factor ist nicht perfekt -- könnte es mit Hilfe der aktiven Fangemeinde aber werden.

    Wenn Sie nicht erst mit GTR der Liebe für Rennsimulationen erlegen sind, dann kennen Sie den Namen Image Space Incorporated. Bis vor zwei Jahren zeichnete der Entwickler für Electronic Arts' F1-Serie verantwortlich, R-Factor dagegen kommt ohne großen Publisher aus -- und ohne Lizenzen. 24 fiktive Autos und fünf ebenso frei erfundene Strecken mit jeweils diversen Abwandlungen gehören zum Lieferumfang. Das klingt nicht umwerfend, reicht aber völlig aus. R-Factor ist nämlich lediglich ein Status quo; ein extrem Mod-freundliches Grundprogramm, das von Entwicklern und Fans mit der Zeit zur gigantischsten Rennsimulation aller Zeiten gedeihen soll.

    Fahren, gewinnen, tunen

    Die ersten Mods für R-Factor sind bereits erschienen. So können Sie nach einem kurzen Download auf dem Kurs von Birmingham Ihre Runden drehen oder in der F3-Serie um Titel fahren. Wir widmen uns in diesem Test aber dem unveränderten Originalprogramm, und das lässt Sie in zwei Rennserien antreten: Im SR Gran Prix geht's in GT-Fahrzeugen mit Front- oder Heckantrieb auf die Piste. Die Open Wheelers Challenge dagegen inszeniert PS-Orgien mit Boliden aus der Formel-Klasse. Egal, für welche Serie Sie sich entscheiden, Sie landen jeweils in einem Karrieremodus und starten mit einer Auswahl an mickrig ausgestatteten Wagen und einer leeren Tuning-Kasse. Gegen die Armut hilft nur eins: raus auf die Pisten und Rennen fahren. Mit der Teilnahme an verschiedenen Rennfolgen verdienen Sie Geld. Die Faustregel: Je besser Sie abschneiden, je mehr und je stärkere KI-Fahrer Ihnen den ersten Platz streitig machen, desto reicher werden Sie.

    Mit der sauer verdienten Kohle rüsten Sie dann Ihre Rennsemmeln auf. Die Ausmaße eines Need for Speed Underground 2 nimmt das Tuning in R-Factor zwar nicht an, die Auswahl an Spoilern, Bremsen, Chips, Antrieben, Felgen und anderen Schrauber-Träumen reicht aber vollkommen aus. Viele Teile gibt es in mehreren Ausführungen -- am preisgünstigsten Tuning-Chip beispielsweise dürfen Sie nach dem Einbau keine Feinabstimmung mehr vornehmen, das kann nur die teurere Variante. Ein nettes Gimmick: Nach dem Einkauf sieht Ihr Bolide nicht nur prolliger aus und ist leistungsfähiger; beim Einbau entsprechender Teile verändert sich auch der Klang von Möchtegern-Sportwagen zu angsteinflößendem PS-Monster. Im Internet dürfen Sie nur mit Wagen und Upgrades fahren, die Sie in der Karriere freigespielt haben.

    Viel Simulation und ein bisschen Arcade

    Den Rennablauf nimmt R-Factor simulationstypisch sehr genau. Erst dürfen wir uns mit der Strecke vertraut machen, dann geht's in die Qualifikation. Es folgen Aufwärmrunde und schließlich das eigentliche Rennen. Als wir die ersten Runden im Rhez, einem der fiktiven Sportwagen drehen, gefällt uns das Fahrmodell auf Anhieb. Die Boliden sind weniger giftig als in GTR, das Fahrverhalten ist trotzdem jederzeit nachvollziehbar. Außerdem ist jedes Auto einzigartig, im Fahrgefühl klar von den anderen Karossen zu unterscheiden. Die knapp 230 PS des ZRa (ein schnittiger Hecktriebler) beispielsweise sind anfangs schwer zu bändigen -- nur zu gerne wackelt er mit dem Hinterteil, wenn er um die Kurven getrieben wird.

    Solchen Mätzchen können wir in einem umfassenden Setup-Bildschirm bis zu einem gewissen Grad entgegenwirken. Hier ein bisschen am Differential geschraubt, dort den Bremsdruck verändert. Eigens erstellte Setups speichern wir komfortabel ab, sortiert nach Fahrzeugen und Strecken. Einsteiger werden eher die Finger vom Schrauben lassen und sich über die elf zuschaltbaren Fahrhilfen freuen. Die reichen von Lenk- und Bremsassistenten über ABS bis hin zum Autopiloten, der sicher durch die Boxengasse findet. Wenn alle Hilfen eingeschaltet sind, dann taugt R-Factor fast zum Funracer, so sicher sitzen die Boliden auf der Straße.

    Wilde Pistensäue

    Enttäuscht hat uns während des Tests die Gegner-KI. Deren Fahrvermögen können wir vor dem Rennen zwar auf einer Skala von 1 bis 100 Prozent festlegen, wirklich schlau fahren die Knaben aber nicht. Solange wir sie nicht stören, gondeln sie relativ gelassen auf der Ideallinie, kommen sich hin und wieder ins Gehege oder machen realistische Fahrfehler.

    Wirklich schlimm wird's allerdings, wenn wir ihnen dabei in die Quere kommen. In aller Regel sind der KI Auffahrunfälle lieber als einfachste Ausweichmanöver, und selbst mancher Überholvorgang auf einer Geraden endet mit Lackschäden. Bleibt zu hoffen, dass Image Space Incorporated die Rowdys noch einmal in die Fahrschule schickt und mit einem Patch nachbessert.

    Nicht auf Hochglanz poliert

    Grafisch reißt R-Factor zwar keine Bäume aus, hängt aber dicht im Windschatten von GTR oder GT Legends. Die Fahrzeugmodelle sind detailliert, und die Strecken machen auch Abseits des Asphalts einiges her. Weniger schön ist das äußerst unspektakuläre Schadensmodell. Crashes wirken sich zwar merklich aufs Fahrverhalten aus, lassen die Karosserie aber überraschend kalt. Nur bei harten Karambolagen fliegen Teile ab -- realistisch wirkt das Ganze nicht.

    Beispiel Reifenpanne: Das Auto wird zwar an der entsprechenden Stelle »tiefer gelegt«, optische Schäden am Gummi gibt es aber nicht. Auch Wettereffekte sind derzeit noch nicht enthalten, aber immerhin für einen kommenden Patch versprochen. Dafür gibt's einen fast schon romantischen Tag- und Nachtwechsel in Echtzeit, bei dem ganz allmählich die Schatten immer länger werden und der Himmel immer dunkler.

    Ausstattung mangelhaft

    Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind und R-Factor sofort im Laden kaufen möchten, dann müssen wir Sie enttäuschen. Das ambitionierte und hoffentlich sehr langlebige Projekt gibt es nur im Internet. Herunterladen können Sie sich die 380 MByte starke Installationsdatei direkt auf der offiziellen Seite www.R-Factor.net. Bezahlt wird über Kreditkarte oder mit Hilfe von PayPal. Drei Wehrmutstropfen gibt es: Auch nachträglich lässt sich das Spiel nicht auf CD anfordern, für den Preis von immerhin 40 Euro dürfen Sie die Simulation nur drei Mal neu installieren, bevor ein Neukauf fällig wird, und die einzige Dokumentation besteht aus einer wenig informativen Readme-Datei.

    In Sachen Ausstattung ist R-Factor ein echter Reinfall. In Sachen Langlebigkeit sagen wir ihm eine rosige Zukunft voraus. Viele Mods befinden sich bereits in Entwicklung, die Server waren zum Testzeitpunkt immer gut gefüllt, und die Community ist sehr aktiv. Wir sind gespannt, wie es mit R-Factor weitergeht.

    David Bergmann

  • rFactor
    rFactor
    Publisher
    ISI
    Developer
    ISI
    Release
    01.10.2005

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

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    Cover Packshot von F1 2016 Release: F1 2016 Koch Media , Codemasters
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rFactor
R-Factor
Die perfekte Rennsimulation bietet jedes Auto, das irgendwann einmal gebaut wurde und jede Rennstrecke, die es wert ist, darauf Bestzeiten zu fahren. R-Factor ist nicht perfekt -- könnte es mit Hilfe der aktiven Fangemeinde aber werden.
http://www.gamesaktuell.de/rFactor-Spiel-30034/Tests/R-Factor-717413/
01.10.2005
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/t_rfactor_01_10eps.jpg
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