Assassin's Creed 3: Umfangreiche Vorschau zu Story, Gameplay und Neuerungen des Action-Adventures

Special Sandro Odak

Seit mehr als zwei Jahren wird nun schon an Assassin's Creed 3 gearbeitet. Bei einem Besuch bei Ubisoft können wir das Spiel nun zum ersten Mal hautnah erleben. Live zwar nicht, dafür aber mit viel Ingame- und Konzeptmaterial. Bei Gamesaktuell.de erfahrt ihr alles, was ihr über Assassin's Creed 3 wissen müsst.

Zum ersten Mal sehen wir Assassin's Creed 3 in einem abgedunkelten Raum in Aktion. Wir schreiben das Jahr 1753. Amerika befindet sich an der Schwelle zum Unabhängigkeitskrieg und wir sind mittendrin. Connor, ein Vorfahr von Desmond Miles und Indianer vom Stamm der Mohawk, ist unser Spielcharakter. Entsprechend seiner Herkunft ist er ausgerüstet: Er führt Pistolen, Pfeil und Bogen, ein Tomahawk und natürlich die versteckte Klinge mit sich. Sein Assassinen-Outfit bleibt dem seiner Vorgänger treu, auch wenn die Zeit weit vorangeschritten ist. Doch in Assassin's Creed 3 geht es natürlich nicht nur um den Animus-Charakter Connor, sondern auch um die Hintergrundgeschichte.
Assassin's Creed 3 bietet neben urbanen Umgebungen auch große Schlachten auf weiten Ebenen. Quelle: Ubisoft Assassin's Creed 3 bietet neben urbanen Umgebungen auch große Schlachten auf weiten Ebenen.
Zu diesem Zweck werdet ihr in Assassin's Creed 3 mehr Zeit mit dem Gegenwarts-Charakter Desmond verbringen als in allen anderen Teilen. Hier deutet sich an, das Desmonds Involvierung in den Kampf zwischen Templern und Assassinen noch mehr in den Vordergrund des Geschehens rückt und vielleicht sogar den Weg für einen Assassin's Creed-Teil in der Gegenwart ebnet. Ganz ohne Animus und Vorfahren, sondern mit Desmond als Protagonisten, der dann alle im Animus erlernten Fähigkeiten einsetzen kann. Matt Turner will sich vor Ort allerdings nicht zu diesen Spekulationen äußern.

Die Spielzeit innerhalb des Animus teilt sich zu 70 Prozent in Städtemissionen und 30 Prozent in Frontmissionen auf.
Ja, das Gameplay ist nun erstmals in der Geschichte der Serie wirklich aufgeteilt. In Boston und New York wird Connor beispielsweise an Häuserfassaden entlangklettern und Aktionen gegen Templer ausführen. An der Front, im Kampf der Republikaner mit den Engländern, geht es härter zur Sache. Gebäude zum Klettern sind hier eher spärlich gesäht, dafür prägen Feldlager, Zeltstädte und Wälder das Bild. In letzteren kann man sich allerdings hangelnd von Baum zu Baum fortbewegen, was eine gelungene Abwechslung zu den etwas kargen Zwischenlandschaften der Vorgänger bietet.

Assassin's-Creed-Kenner wissen, dass die Story des Spiels recht abwechslungsreich ist. Man wird also auch im dritten Teil nicht einfach eine Seite im Unabhängigkeitskrieg wählen und fortan nur für diese kämpfen. Um gegen die Templer vorzugehen, ist Connor jedes Mittel recht und so schließt er sich Royalisten und Republikanern gleichermaßen an, um seine Ziele zu erreichen. Die Frage, wie das Setting während der amerikanischen Revolution mit den Vorgängern, die in der Rennaissance und dem Mittelalter spielten, zusammenpasst, beantwortet Matt Turner folgendermaßen: Der Kampf zwischen Templern und Assassinen führe ganz einfach zwangsläufig zu dieser Revolution. Das verstehen wir zwar nicht ganz, hoffen aber, dass es im Verlauf des Spiels schlüssig erklärt wird. Nach Turners Aussage sei den Entwicklern aber wichtiger gewesen, die Szenerie nach den urbanen Gegenden der ersten Teile wieder etwas lebendiger, organischer wirken zu lassen. Das hat das Team mit den großen Waldflächen der Frontmissionen gut umgesetzt. Diese werden übrigens allein 1,5 mal so groß sein wie Rom in Assassin's Creed 2 und dazu voller Tiere, Nebenquests, NPCs und einigen Abenteuern.
Als echter Mohawk greift Protagonist Connor mit Vorliebe zum Tomahawk. Quelle: Ubisoft Als echter Mohawk greift Protagonist Connor mit Vorliebe zum Tomahawk.
Ein weiterer Grund für die Wahl der Revolution als Hauptthema ist die Aktualität des Themas. Nach den Umstürzen in der arabischen Welt ist das Thema brisanter denn je, Fragen nach Freiheit oder Abhängigkeit, Macht oder Unterdrückung und Leben oder Tod werden heiss diskutiert. Die Assassin's-Creed-Macher wollen laut Turner dem Spieler die Möglichkeit geben, zumindest virtuell zu einem Pionier zu werden.

Beim Release von Assassin's Creed 3 wird man bereits drei Jahre an dem Spiel gearbeitet haben. Im Vergleich zu den Vorgängern sieht man aufgrund der langen Entwicklungszeit bereits deutliche Verbesserungen. Das neue Animationssystem zum Beispiel lässt Connors Bewegungen viel geschmeidiger wirken als die von Altair und Ezio. Sie wirken in Teil drei fast wie aus einem Guss. In einer Szene bahnen wir uns den Weg durch ein Tiefschneeareal im Wald. Dabei schiebt Connor den Schnee mit seinen Armen zur Seite, macht große Schritte, um nicht steckenzubleiben. Immer wieder strauchelt er und stürzt beinahe in den Schnee. Solch wunderbar anzuschauende Sequenzen lassen auf ein neues Wettersystem schließen.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Assassin's Creed 3: Mega-Vorschau - Neue Umgebungen, Missionsaufteilung und Wettersystem
  2. Seite 2 Assassin's Creed 3: Mega-Vorschau - Neue Animationen, Häuserkämpfe und mehr
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