Mass Effect 3 ist endlich erhältlich und wenn ich dachtet, ihr würdet alles über das Bioware-Rollenspiel wissen, dann überzeugen wir euch heute vom Gegenteil. Alle 10 Fakten, die ihr noch nicht über Mass Effect wusstet, beinhalten Infos direkt von den Entwicklern, die sie unseren Kollegen von io9 verraten haben. Klickt euch durch!
Mass Effect 3 ist der finale Abschluss der Sci Fi-Trilogie und führt Commander Shepard und seine Crew in die letzte Schlacht gegen die Reaper-Armee. Ihr seid die absoluten Mass Effect-Profis? Dann werft einen Blick auf unsere 10 Fakten, die ihr noch nicht über das Bioware-Rollenspiel wusstet und lernt noch eine Menge dazu. Die Informationen stammen von unseren Kollegen von io9, die mit Casey Hudson, dem Executive Producer vom Mass Effect 3, gesprochen und viele unbekannte Informationen erhalten haben.
Geheimnisse, Infos und Wissenswertes warten auf dieser und den Folgeseiten unseres Specials auf euch. Wer noch kein Exemplar des Action-Rollenspiels in den Händen hält, kann die Xbox 360-, Playstation 3- und PC-Version ab sofort käuflich erwerben und seine eigene Geschichte im finalen Kampf gegen die Reaper schreiben. Die 10 Mass Effect 3-Fakten stammen übrigens von io9, die ihr unter unserem Link noch einmal in englischer Sprache nachlesen könnt. Werft außerdem einen Blick auf unsere große Mass Effect 3-Komplettlösung, die euch inklusive Boss-Videos sicher durch die Story führt.
1. Ein Story-Konzept von Mass Effect wurde verworfen, da es der Star Trek-Geschichte zu sehr ähnelte
Es lässt sich nicht vermeiden: sobald man ein Action-Adventure im Weltall erfindet, vergleichen es alle mit bereits bekannten Science-Fiction-Universen. Manche Leute schimpften über die Handlung von Mass Effect 1, da sie zu sehr Babylon 5 ähnelte - nur weil es eine Raumstation gab, sagt Hudson. Aber wenn die Ähnlichkeiten sich häufen, dann muss man auch Konsequenzen ziehen. Es gab einen Handlungsstrang, der sofort gekappt wurde, weil Design-Chef Preston Watamaniuk sagte, er sei "genau wie bei dieser einen Rasse in Star Trek," erinnert sich der Producer. Watamaniuk sei berüchtigt für sein enzyklopädisches Wissen über Science Fiction, und schlägt sofort Alarm, wenn die Entwickler sich zu sehr Geschichten näherten, die es bereits einmal gab.
2. Mass Effect hieß ursprünglich gar nicht Mass Effect
Quelle: PC Games
Der Originaltitel des Projekts war eigentlich "SFX", Abkürzung für "Science Fiction X". Die Entwickler benutzten den Namen so lange, dass sich alle daran gewöhnten und ihn nicht mehr ändern wollten. "Wir waren dabei, das Spiel zu benennen, und alle haben immer wieder gesagt ‚Warum bleiben wir nicht bei SFX?'", erzählt Hudson. Aber er und die anderen Entwickler zögerten, den Namen zu verwenden, obwohl alle schon so daran hingen. Das entscheidende Argument dagegen war nämlich, dass es bereits ein bekanntes Magazin mit dem Titel "SFX" gab. Stattdessen wählten sie also aus 10 möglichen Titeln Mass Effect aus, da es der Name der "dunklen Energie ist, die die meisten Technologien des Spiels antreibt. Der Begriff erinnert an Wendepunkte und die Fähigkeit, gigantische Objekte zu bewegen. Es war ein Name, den wir nicht von Anfang an hassten. Irgendwie wussten wir so, dass wir den Richtigen gefunden hatten", meint Hudson.
3. Bloß nicht zu kompliziert – das war die größte Herausforderung bei der Entwicklung von Mass Effect 1
In der Urfassung war die Story von Mass Effect einfach zu vielschichtig, sie hatte zu viele überraschende Wendungen. Man musste sie auf die wichtigsten Punkte reduzieren, erklärt Hudson: "Alle denken immer, dass man mit einer einfachen Idee startet und dann an der Ausarbeitung feilt. Aber eigentlich passiert es viel eher, dass die erste Idee zu kompliziert ist. Man hat plötzlich zu viele Themen, und es fehlen die Zusammenhänge. Wie bei einer mathematischen Gleichung muss man dann zunächst alles gegeneinander aufrechnen, bis nur noch eine einfache Formel, quasi das E=mc² des Geschichtenerzählens, übrig bleibt. Etwas Elegantes. In vielen unserer anfänglichen Geschichten war Saren aus Mass Effect 1 für die Rückkehr dieser uralten Maschinen verantwortlich. Aber er war ein organisches Lebewesen und hatte eine Armee aus organischen Lebewesen – warum sollte er die Maschinen zurückbringen? Vielleicht sollte er eher eine Armee aus Maschinen haben und die Gegner, die man in Mass Effect 1 besiegen muss, sollte eine andere Spezies von Maschinen sein.
Wir haben also angefangen, die Dinge zu vereinfachen. In Mass Effect 1 waren drei riesige und überraschende Wendungen geplant. Dann mussten wir überlegen, was davon die wichtigste Wendung war und die anderen Zwei nur als Nebeninformationen einfließen lassen. Wir hatten also diese riesigen Wendung und dann noch eine, und es musste erst einmal klar werden, welche davon jetzt der kritischste Moment ist, quasi die große Offenbarung. Die Anderen dienten als Hintergrundinformationen, die die Geschichte und die Spielerfahrung abrundeten." Die allerersten Ideen für Mass Effect handelten von "anderen Spezies, vielleicht sogar Göttern", die die Menschheit erschaffen hatten. Der Spieler findet dann heraus, dass wir eigentlich nur dazu da sind, ihnen zu dienen. Manche dieser Elemente landeten in der endgültigen Geschichte der Reaper, die organische Lebewesen "ernten".
