Teurer Spaß: Die kostspieligsten In-Game-Güter in MMOGs

Special Max Falkenstern

Mit echtem Geld virtuelle Items kaufen - in den meisten MMOs ist das längst gang und gäbe. Wer zum Portemonnaie greift, kann etwa hübsche Klamotten und modische Accessories für den eigenen Charakter erwerben. Doch das kann unter Umständen richtig ins Geld gehen. Hier ist unsere Top 10 der kostspieligsten In-Game-Güter.

Manchmal sind es kleine Dinge, die großen Ärger machen. Als das isländische Entwicklerstudio CCP den digitalen Marktplatz in EVE Online einführte, entbrannte eine hitzige Diskussion. Weniger über die Tauschplattform ansich, bei der man für echtes Geld virtuelle Güter erstehen konnte. Es ging dabei hauptsächtlich um einen ganz speziellen Gegenständ, der dort angeboten wurde, ein Monokel. Dabei handelt es sich um ein rein modisches Accessoire, das sonst keinerlei Vorteile bringt. Kostenpunkt für das aus Bits und Bytes bestehende Objekt: stolze 70 US-Dollar. Als Grund für den hohen Preis nannte Senior Producer Arnar Hrafn Gylfason die Exklusivität und zog dabei eine Parallele zu Designerjeans. Einige gäben dafür gerne viel Geld aus, andere wiederum interessierten sich für Labels nicht die Bohne. Wie bei Hosen wird auch beim Monokel niemand zum Kauf gezwungen, argumentierte der Isländer. Außerdem würde das eingenommene Geld der Entwicklung von EVE Online zugutekommen, weshalb das Studio weitere kostspielige Items in Zukunft nicht gänzlich ausschließen wollte.

Handelt es sich bei dem 70-Dollar-Monokel um ein Einzelfall? Keineswegs, wie unsere Recherchen ergaben. Es ist im Vergleich zu manch anderen In-Game-Objekten sogar ein echtes Schnäppchen. In Ultima Online wechselten virtuelle Schlösser schon für über 400 US-Dollar den Besitzer. Den Vogel schoss jedoch eindeutig "Buzz Erik Lightyear". Der Fan investierte ein ungeheueres Vermögen in das Online-Rollenspiel Entropia Universe. Bei einer Auktion vor zwei Jahren ersteigerte er das einzigartiges Grundstück Crystal Palace Space Station im Gesamtwert von rund 330.000 US-Dollar. Für diese stolze Summe könnte man sich mehrere Weltreisen finanzieren oder Sportwagen kaufen oder ein schickes Einfamlienhaus bauen. Lightyear entschied sich jedoch ausgerechnet für virtuelles Eigentum.

Warum? Nun, er betrachtet das Ganze als Investment in die Zukunft. Denn alle, die seine Raumstation wegen der Jagd auf zwei legendäre Mobs und seltene Items aufsuchen wollen, müssen fortan dafür eine Gebühr an ihn entrichten. Zudem hofft er auf Wertsteigerung des Objekt, was gar nicht so verrückt ist, wie es zunächst einmal klingen mag. In Entropia Universe hat ein Spieler schon mal ein seltenes Ei für rund 10.000 US-Dollar erworben und es später für 69.000 wieder gewinnbringend verscherbeln können. Häufig steckt hinter dem Kauf teurer In-Game-Waren ein ganz anderer Gedanke: die Zeitersparnis. Um sich in World of Warcraft beispielsweise einen hochstufigen Charakter mit respektablen Equipment zu verdienen, muss man hunderte Stunden investieren. Einige Fans halfen sich aus, indem sie (illegal) für horrende Summe Charaktere Dritter erwarben. Ein Level 70 Schurke mit Tier 6-Equipment ging vor fünf Jahren für 7000 Euro über die virtuelle Ladentheke.

Weitere kostspielige In-Game-Güter in MMOGs zeigen wir euch in unserer nach Preisen sortierten Bilderstrecke unterhalb dieser Zeilen. Sicher habt ihr eine Meinung zu dem Thema! Was haltet ihr von kostenpflichtigen Items? Tolle Sache oder nutzloser Kram? Habt ihr vielleicht selbst schon mal die Brieftasche gezückt und (teure) virtuelle Güter erstanden? Nutzt die Kommentarfunktion und teilt eure Erfahrungen mit der Community. Wir freuen uns auf eure Beiträge!

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