From Dust: Wir haben Gott gespielt! Unser Test zum Download-Strategiespiel

Test Katharina Pache

From Dust im Test: Von Göttern, Elementarkräften und blindem Glauben - In From Dust lotst ihr eine Gruppe Siedler ins gelobte Land. Doch der Weg ist lang und steinig, und Mutter Erde hat bei der Suche nach dem Paradies ein Wörtchen mitzureden.

From Dust im Test für Xbox 360: Göttersimulationen sind heutzutage rar gesät. From Dust möchte das aussterbende Genre mit den unsterblichen Mächten neu beleben. Dafür schickt es euch in die Wüste, auf tropische Inseln und Gebiete voller aktiver Vulkane. Eure winzigen Anhänger möchten ihre Zelte im Paradies aufschlagen, und nehmen dafür die Odyssee voller Strapazen in Kauf. Immerhin werden sie von einer arkanen Macht begleitet, die die Elemente beherrschen und anweist, welchen Weg sie zu nehmen haben. In From Dust verkörpert ihr dieses übernatürliche Wesen, das per Knopfdruck ganze Seen trocken legt und Feuer mit einer Beschwörung löscht. Seid ihr bereit, ein primitives Urvolk sicher zum Garten Eden zu führen?

Das hat uns im Test von From Dust gefallen:

From Dust im Test: Tolle Urzeit-Atmosphäre
Egal, ob ihr in einer blaugrauen Wüste Sand auftürmt, um Wege zu bauen oder aus kochender Lava auf einer Südseeinsel Staudämme errichtet: From Dust sieht wirklich gut aus. Palmen wiegen sich im Wind, Quellen sprudeln, das Wasser glitzert. Schafft ihr es, die ganze Map erblühen zu lassen, beobachtet ihr, wie fremdartige Tiere grasend über die Insel ziehen. Der Sound verzaubert euch mit primitiven Trommel- und Horneinlagen eurer Anhänger, Feuer knistern und Wasserfälle rauschen in Sturzbächen über Gestein. Dass mitunter nur wenig Hintergrundmusik ertönt, ist Geschmackssache, dadurch hebt sich From Dust aber schön von der breiten Masse ab. Nur die Hilfeschreie fehlgeleiteter Menschlein auf der Suche nach einem unerreichbaren Ziel nerven mitunter – aber dazu später mehr.

From Dust im Test: Spaßige Elemente-Spielerei
Mit einem einfachen Druck auf die linke Schultertaste nehmt ihr Boden, Wasser oder Lava auf. Mit der rechten Schultertaste lasst ihr eure Ladung am gewünschten Ort fallen, um so zum Beispiel Wege zu erschaffen, wo vorher keine waren. Es ist ungemein befriedigend, die Umwelt den eigenen Wünschen anzupassen und für Sicherheit der Siedlungen zu sorgen. Entdecken eure Anhänger fleißig neue Totems, an denen sie ein Dorf aufbauen, erhaltet ihr weitere Fähigkeiten. Teilt zum Beispiel das Meer wie im Alten Testament oder legt ein überflutetes Delta per Knopfdruck trocken.

From Dust im Test: Viele Wege führen zum Ziel
Bei den meisten der 13 Level gibt es nicht den einen, richtigen Weg, um die gläubigen Pixelmenschen unversehrt ans Ziel zu lotsen. Vielmehr könnt ihr mit der Umgebung und den Reaktionen eurer Anhänger experimentieren, um dann zu entscheiden, wie ihr vorgehen möchtet. Dabei solltet ihr aber die Anzahl eurer Menschen im Auge behalten, denn ihr braucht mindestens fünf, um ein Totem mit einem Dorf zu besiedeln und "Nachschub" an Urmenschen zu produzieren.

Lava und Wasser: Die Elemente verhalten sich phsysikalisch korrekt. Quelle: Ubisoft Lava und Wasser: Die Elemente verhalten sich phsysikalisch korrekt. From Dust im Test: Realistische Elemente
Auch wenn das Spielprinzip simpel ist, macht es Spaß zu beobachten, wie sich zum Beispiel ein aufgestauter Wasserfall einen neuen Weg über den Boden bahnt, dabei Sedimente wegspült und ein neues Flussbett schafft. Lasst ihr eine Ladung Wasser auf unebenes Gelände fallen, wird es den physikalisch korrekten Weg nach unten wählen. Auch die Lava erstarrt je nach Streuung im kalten Wasser zu unterschiedlichsten Gebilden, und Sand bleibt in keiner festen Form, sondern rutscht und verteilt sich zu flachen Hügeln.

From Dust im Test: Günstiger Preis
From Dust ist auf dem Xbox-Live-Martkplatz bereits erhältlich, erscheint im August für den PC und später in diesem Jahr im PlayStation Network. Auf allen Plattformen kostet der Titel umgerechnet 15 Euro. Das ist ein fairer Preis für From Dust, das deutlich länger unterhält als zum Beispiel das geniale, aber kurze Limbo, für das ihr ebenfalls 15 Euro löhnen müsst. Wer gerne physikalische Datenträger in den Händen hält, der muss sich noch etwas gedulden als auch die Daumen drücken, denn sollte sich From Dust gut verkaufen, überlegt Ubisoft, den Titel auch als Boxed Version mit Zusatzinhalten auf den Markt zu bringen.

Bildergalerie

  1. Seite 1 From Dust im Test: Die positiven Aspekte
  2. Seite 2 From Dust: Die negativen Aspekte
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