Im Test zu Shogun 2: Total War offenbart der Strategietitel seine Stärken - aber auch die alten Schwächen. Wir klären die Frage, ob es Shogun 2 trotzdem zum besten Total War-Spiel geschafft hat.
Wir haben Shogun 2 im Test: Nach der kurzen Liaison mit Napoleon kehrt die renommierte Total War-Reihe wieder zu ihren Wurzeln zurück – in das ferne Land der aufgehenden Sonne. In Shogun 2 kämpft ihr um den Titel des obersten Kriegsherren - des Shoguns - und damit um die Vorherrschaft im Japan des 16. Jahrhunderts. Serien-Fans dürfte eine Frage am allermeisten interessieren: Sind die KI-Gegner endlich klüger geworden. Wir haben die Antwort und sagen euch, was uns an Shogun 2 gefällt und was verbesserungswürdig ist.
Das hat uns an Shogun 2 gefallen:
Die Einführung
Quelle: Sega
Ninjas sind begehrt auf asiatischen Schlachtfeldern.
In Shogun 2 seid ihr im Gegensatz zu Empire: Total War nicht der König eines großen Landes, sondern nur das Oberhaupt eines Clans. Wenn ihr etwa mit den Date spielt, einer der zehn Fraktionen, besteht euer Reich zu Beginn aus einer kümmerlichen Provinz. Eure Ländereien verwaltet ihr wie schon in den Vorgängern rundenweise auf der großen Übersichtskarte. Ihr entscheidet über die Höhe der Steuern, baut nach und nach eine florierende Wirtschaft auf und bildet eine schlagkräftige Armee aus. Durch den minimalisierten Anfang habt ihr einen besseren Bezug zu euren Truppen und ebenso zu den einzelnen Provinzen. Jedoch ist Shogun 2 ein höchst komplexes Spiel, das nicht nur Serienneulingen durch die Vielfalt der möglichen Optionen den Anfang schwer macht. Ihr könnt auf der Strategiekarte einzelne Gebäude wie etwa Festungen, Truppenübungsplätze, Reisfelder, Häfen oder Straßen bauen. Die Wahl der Baureihenfolge kann schwerwiegende Konsequenzen haben, die das Spiel euch per Sprachausgabe und Text erklärt. Geduldige Spieler sind bei Shogun 2 ganz klar im Vorteil, man sollte sich unbedingt die Tipps der Ratgeber anhören! Es kann nämlich leicht passieren, dass man zu viele Truppen ausbildet und Festungen ausbaut, dabei aber die Wirtschaft vernachlässigt. In Folge üben die Bürgen den Aufstand und wenn man dann gerade in einem Krieg gegen einen Nachbarn steckt, kann eine solche Revolte der Anlass für eine rasche Kapitulation sein. Dann denkt man sich: "Hätt' ich doch nur genauer zugehört!".
Ebenso ausführlich wird die Schlacht-Mechanik erklärt.
Die Schlachten
Quelle: Sega
No-Dachi-Soldaten tragen mächtige Langschwerter, für eine Defensive reichlich unbrauchbar.
Wenn ihr schon mal den Kurosawa-Klassiker "Ran" gesehen habt, könnt ihr euch ungefähr ausmalen, wie brillant die Schlachten in Shogun 2 aussehen. Über 5000 bis in die Zähne bewaffnete Samurai füllen den ganzen Bildschirm, ihre Rüstungen glänzen in der Sonne und auf einer platschnassen Wiesenlandschaft sehr ihr kleine Pfützen und könnt sogar einzelne Grashalme erkennen. Wenn es dann zu einem Scharmützel kommt, agieren die Kämpfer wie in einem guten Kinofilm. Kaum eine Animation wiederholt sich auf dem Schlachtfeld! Die grandiose Präsentation hat aber ihren Preis: Ihr braucht für die höchste Detailstufe am besten einen Quadcore-Rechner mit einer sehr guten Grafikkarte, etwa eine Geforce GTX 465 oder vergleichbare.
