Nioh: Witcher-Held und Dark-Souls-Gameplay - Preview
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Nioh in der Vorschau: Ein bisschen The Witcher und ganz viel Dark Souls. Wir haben das Playstation-exklusive Action-Rollenspiel von Team Ninja ausführlich angespielt - und sind dabei tausend Tode gestorben.
"Wir haben einen großen Respekt vor den Leuten von From Software, und fast jeder in unserem Team spielt Dark Souls", erklärt uns Yosuke Hayashi, Studioboss von Nioh-Entwickler Team Ninja, im Gespräch. Dass das keine leeren Worte sind, davon konnten wir uns bei einer ausgiebigen Anspielsession des kommenden Action-Rollenspiels in Hamburg selbst überzeugen. Euch erwartet ein düsteres Hack'n'Slay, angesiedelt im Japan des späten 16. Jahrhunderts, in dem das Sterben zum obersten Spielprinzip erhoben wird und das überdeutliche Parallelen zu den knallharten Herausforderungen von Dark Souls und Bloodborne aufweist. Hart sind die Kämpfe gegen flinke Ninjas, die unverhofft aus dem Schatten springen, mächtige Vogelkreaturen und bildschirmfüllende Froschdämonen. Aber mit der richtigen Strategie ist jeder noch so unverwundbar erscheinende Dämonengegner besiegbar. Bis diese aber gefunden ist, lautet das Motto: Üben, fluchen - und immer wieder sterben.
Quelle: Team Ninja
Gegen die Karasutengu, ein Wesen halb Mensch halb Vogel, helfen Fernwaffen wie Bogen und Gewehr besonders gut. Wenn doch nur die Munition nicht so knapp wäre ...
William, der westliche Samurai
Die weißen Haare, der hippe Zopf, die Narben im Gesicht: Irgendwie müssen wir beim Nioh-Protagonisten gleich an den guten Geralt von Riva denken. Damit erschöpft sich aber erst einmal die Ähnlichkeit mit dem Helden der The-Witcher-Spiele, denn ihr verkörpert hier keinen Hexer, sondern den englischen Seefahrer William Adams, der historisch verbrieft als erster westlicher Samurai in die Geschichtsbücher einging. Zu Beginn des Spiels noch als Seeräuber unterwegs, verschlägt es William in eine düstere Parallelwelt, in der es von mystischen Kreaturen nur so wimmelt.
Zwei Spielbereiche stehen uns beim Hands-on zum Ausprobieren zur Verfügung. Das erste Areal führt uns in ein verlassenes Dorf. Zur Begrüßung stürzt sich gleich mal ein Ninja aus dem Buschwerk auf uns, und nach drei kassierten Treffern heißt es schlicht: Zurück zum Anfang! Okay, wir haben verstanden. Also erst einmal die Waffen checken und Pfeil und Bogen ausrüsten. Die Position und die Angriffstaktiken der Gegner bleiben gleich, also jagen wir dem Fiesling aus sicherer Entfernung ein paar Pfeile in den Kopf und beseitigen so die Gefahr. Stück für Stück arbeiten wir uns vor und sind jedes mal unangenehm überrascht, wenn ein neuer Todbringer in einer dunklen Ecke auf uns wartet.
Laufen, sterben, lernen - so laufen die ersten Runden mit Nioh ab. Und immer schön herumliegende Leichen und Schatztruhen plündern, um an neue Waffen, Heiltränke, Munition und bessere Ausrüstungsstücke zu gelangen. Wie auch beim Vorbild Dark Souls finden wir an der Stelle unseres letzten virtuellen Exitus die geisterhaften Überbleibsel unseres missglückten Versuchs und können zumindest ein paar für den Levelaufstieg unerlässliche Amrita (Seelen) zurückgewinnen. Finden können wir auch sogenannte Revenants - die Überreste von Online-Mitspielern, die nach einem Tastendruck einen bösen Geist auferstehen lassen und uns nach einem Sieg reichlich Geld und Erfahrungspunkte bescheren.
Quelle: Team Ninja
Zu zweit geht alles besser: Ist euch der jeweilige Bossgegner zu hart, könnt ihr euch online kurzzeitig einen Koop-Partner suchen.
Komplexes Kampfsystem
Nach einigen Versuchen bereiten uns Standardgegner wie Skelette oder Ninja keine großen Probleme mehr. Ganz im Gegensatz zu den Bossen, darunter ein Froschdämon oder eine Riesenspinne mit Frauenkopf. Die entpuppen sich allesamt als kreativ gestaltete Versionen von Dämonen aus der japanischen Mythologie - den sogenannten Yokai - und sind verdammt zähe Burschen. Um den langen Lebensbalken der Obermotze zu leeren, müssen wir deren Angriffstechniken erkennen, blocken, ausweichen, auf unsere Ausdaueranzeige achten und immer wieder zuschlagen. Bomben und Musketen helfen bei Angriffen aus der Distanz, im Nahkampf können wir hingegen aus verschiedenen Äxten, Speeren, Samurai-Schwertern und Dolchen wählen. Dazu gilt es auf die Stances, also die Kampfposition, zu achten. Ein Schlag von oben richtet mehr Schaden an als Hiebe von der Seite, mindert aber unsere Verteidigung. Zieht man zusätzlich noch die Hilfe von freundlich gesinnten Yokai (versorgen William mit Buffs) und eine Vielzahl an Ausrüstungsgegenständen mit eigenen Fähigkeiten ins Kalkül, wird aus einem Hack'n'Slay ein echtes taktisches Kampfkunst-Unterfangen und eine Herausforderung an das eigene Können und die eigene Geduld. Klasse!
