Alle Jahre wieder kommt das Christuskind ... und auch Pokémon! Dieses Mal liegen unter dem Weihnachtsbaum von 3DS-Spielern wahrscheinlich die beiden Editionen Pokémon Sonne und Mond.
Auf Alola ticken die Uhren etwas anders, nämlich mit Zeitverschiebung! Die beiden Versionen des Inselparadieses laufen mit 12 Stunden Abstand voneinander - beide greifen auf die Uhr in der Konsole zu und rechnen dann ein paar Stunden drauf. Die Wahl der Edition beeinflusst aber nicht nur die Tageszeit im Spiel, auch die Auswahl an Taschenmonstern unterscheidet sich traditionsgemäß. Da es sich bei Alola um ein von festen Landmassen abgeschnittenes Reich handelt, existieren hier die seltenen Alola-Varianten von bereits bekannten Pokémon. Das niedliche Mauzi ist in der Südsee lila statt weiß!
Quelle: Games Aktuell
Aufgepumpt:
Rattikarl und Rattfratz existieren seit den ersten Editionen der Serie, auf Alola sehen die beiden Nager aber anders aus - sie sind dunkler! (3DS)
Danke für die Konkurrenz
Auch was das inzwischen angerostete Spielprinzip betrifft, wirbelt endlich neuer Wind durch die Serie. Zu verdanken hat man das wahrscheinlich Yokai Watch, dem ersten ernsten Konkurrenten für den Giganten Pokémon. Statt nacheinander Städte abzuklappern, um die ansässigen Arenaleiter zu besiegen und Orden zu verdienen, muss man auf Alola Prüfungen ablegen. Es kann sein, dass ihr dabei tanzende Knoggas auseinanderhalten müsst! Der neue Abwechslungsreichtum tut der Reihe sehr gut und sorgt dafür, dass es sich nicht anfühlt, als würde man schon wieder das gleiche Spiel mit besserer Optik und neuen Pokémon erleben. Die Kämpfe kommen dennoch nicht zu kurz und die Top Vier kehren zurück. Ein paar Neuzugänge im Pokédex motivieren die Sammler und Jäger, für Freunde frischer Kampferfahrungen hat die Battle-Royal-Arena die Pforten geöffnet, bei der vier Pokémon gegeneinander antreten.
Die Mega-Entwicklungen aus Pokémon X und Y wurden für Sonne und Mond aufs Eis gelegt, dafür gibt es nun die sogenannten Z-Kristalle. Diese verleihen den Pokémon besondere Stärke, können aber nur einmal pro Kampf eingesetzt werden, um einen besonders intensiven Attackeneffekt hervorzurufen. Für jede Elementsorte gibt es einen Kristall - in deren Besitz gelangt ihr, indem ihr die Inselkönige im Kampf bezwingt. Eine der besten Neuerungen ist die Einbindung des Poké-Mobils. Ihr müsst nun nicht mehr sogenannte "VM-Sklaven" im Team herumtragen - das sind Pokémon, die Moves wie Surfer oder Zerschneider beherrschen, die den Weg freimachen. Steinbarrieren und Wasserflächen lasst ihr mithilfe des Geräts hinter euch, das euch auf den Rücken diverser Pokémon verpflanzt, die ihr aber nicht im Team habt. Auf hoher See seid ihr zum Beispiel mit dem sanftmütigen Wassermonster Lapras unterwegs.
Rund wie ein Pokéball
Optik und Spielbarkeit sind besser als je zuvor, auch wenn es kleine Mängel gibt. Die Animationen der Z-Attacken etwa sind zu lang und lassen sich nicht abbrechen. Und dass viele wilde Pokémon nun Hilfe herbeibeschwören, macht Kämpfe oft langatmiger als gewünscht. Nichtsdestrotz: die neuen Editionen gehören zu den besten aktuellen Rollenspielen auf dem 3DS!
