The Village: Eine Dorfgemeinschaft lebt in Angst vor bösen Monstern - ausgedacht von The Sixth Sense-Macher M. Night Shyamalan.
Ich bin großer Fan von Regisseur und Drehbuchautor M. Night Shyamalan, der mit The Sixth Sense im Jahre 1999 einen weltweiten Mega-Erfolg feierte. Auch seine folgenden Filme Unbreakable und Signs trafen nicht zuletzt wegen ihrer krassen Storywendungen genau meinen Geschmack. Am Nachhaltigsten hat sich allerdings ein anderer Shyamalan-Streifen in mein Gedächtnis gebrannt, der bei Kritikern und Kinobesuchern gespaltene Meinungen hervorrief, in mir aber viele intensive Emotionen weckte: The Village - Das Dorf.
Quelle: Buena Vista
Panische Angst:
Die blinde Ivy trifft im Wald auf eines der Monster.
Der 2004 erschienene Mystery-Thriller handelt von einem Dorf inmitten eines Waldes, in dem geheimnisvolle Monster leben. Auch wenn sich die Story wieder Shyamalan-typisch in eine unerwartete Richtung wendet, haben mich andere Elemente des Streifens mehr begeistert. Die Geschichte um eine durch Angst zusammengeschweißte Dorfgemeinschaft wird von einem hervorragenden Cast getragen. Joaquin Phoenix als schüchterner Lucius Hunt und Bryce Dallas Howard, welche die blinde Ivy Walker verkörpert, spielen ihre Rollen ebenso großartig wie Sigourney Weaver als Ältestenrätin Alice Hunt sowie Oscarpreisträger Adrien Brody, der den geistig behinderten Noah Percy mimt.
Vollkommen abgeschnitten von der Außenwelt entstehen zwischen den Dorfbewohnern Fragen, Konflikte und Dramen, die aufwühlen und mitfühlen lassen. The Village bietet aber auch genügend ruhige, stimmungsvolle Momente, in denen man Zeit hat, sich in die Bewohner hineinzudenken und zu überlegen, wie man sich selbst in solch einer Lage verhalten würde.
Quelle: Buena Vista
Dorffest:
Die Ältestenräte Alice (S. Weaver) und Edward verbergen ein Geheimnis...
Herausragender Soundtrack
Darstellerische Leistungen, Dialoge und Kameraeinstellungen ergeben ein stimmiges Gesamtbild, das durch den hervorragenden Soundtrack von James Newton Howard perfekt untermalt wird. Der preisgekrönte Hollywood-Komponist arbeitet schon seit The Sixth Sense mit Shyamalan zusammen. Vor allem das wunderschöne Main Theme (The Gravel Road) hat es mir angetan, streicht Starviolistin Hilary Hahn ihren Bogen doch derart gefühlvoll über die Saiten, dass mir jede gespielte Note durch den gesamten Körper fließt - schon alleine deswegen hat es sich gelohnt, The Village anzuschauen.
Die Meinungen von Zuschauern und Kritikern gingen bei The Village weit auseinander. Das lag sicherlich nicht zuletzt an der extrem hohen Erwartungshaltung, die M. Night Shyamalan durch The Sixth Sense geschürt hat. Mich hat allerdings nicht gestört, dass die Auflösung des Plots eine weniger verblüffende Überraschung bot als bei The Sixth Sense. Denn dafür ist The Village in puncto Atmosphäre den meisten Shyamalan-Streifen weit voraus.
Inspiration für alle Autoren
Quelle: Buena Vista
Konflikt:
Noah (links, Adrien Brody) und Lucius (Joaquin Phoenix) lieben dieselbe Frau.
Auch wenn der Ruhm des gebürtigen Inders inzwischen ein wenig verblasst ist und der Name M. Night Shyamalan kein so unwiderstehlicher Magnet mehr für mich ist, wie noch zu Anfang des Jahrtausends, freue ich mich immer noch über seine Beteiligung an Filmen und Serien. Ich bin überzeugt, dass sich viele Drehbuchautoren, aber auch Spieleentwickler wie Ken Levine (Bioshock) an Shyamalans Erfolgsfilmen orientieren und sich mehr überraschende Storywendungen zum Ziel gesetzt haben, als dies noch vor The Sixth Sense der Fall war.
Manoj Night Shyamalan
Der Name M. Night Shyamalan ist seit dem Sensationserfolg The Sixth Sense jedem in der Filmbranche ein Begriff. In der Karriere des indischstämmigen Regisseurs und Autors ging es allerdings nicht nur steil bergauf.
Quelle: Buena Vista
Der Autor:
Shyamalans Markenzeichen sind die Wendungen seiner Filme.
Fantastische 670 Millionen US-Dollar spielte The Sixth Sense ein. Der Megaerfolg des Psychothrillers mit dem unvorhersehbaren Story-Twist - fortan ein Markenzeichen des Filmemachers - ließ M. Night Shyamalan zu einem der gefragtesten Drehbuchautoren und Regisseure in Hollywood werden. Kurz darauf bot man ihm die Regiearbeit an Planet der Affen an. Shyamalan lehnte jedoch ab und drehte stattdessen Unbreakable mit Bruce Willis und Samuel L. Jackson, der allerdings nicht an den Erfolg von The Sixth Sense anknüpfen konnte.
In der Folgezeit kamen seine Filme Signs - Zeichen und The Village - Das Dorf sowohl bei Kritikern als auch beim Kinopublikum nicht mehr so gut an, wodurch Shyamalan mehr unter Druck geriet und Studios ihm keine vollkommen freie Hand mehr ließen. 2014 gelang dem heute 46-Jährigen eine Art Comeback durch seine Regiearbeit an der erfolgreichen Mystery-Serie Wayward Pines, die vom Start weg in 125 Ländern ausgestrahlt wurde. Eines von Shyamalans Vorbildern ist Alfred Hitchcock, dessen Psychothriller wie Marnie, Die Vögel oder Das Fenster zum Hof mir in der Kindheit quadratmeterweise Gänsehaut beschert haben.
