The Division: "Falcon enttäuscht" - Warum der erste Übergriff nur passabel ist

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The Division: "Falcon enttäuscht" - Warum der erste Übergriff nur passabel ist
Quelle: Ubisoft

Patch 1.1 für The Division bringt mit Falcon verloren den ersten Übergriff ins Open-World-RPG. Wir haben den Einsatz gespielt - und sind etwas enttäuscht. Einmal mehr geht's ums Zurückschlagen von Gegnerwellen, wenngleich Ubisoft dieses Mal einige Kniffe aus dem Hut zaubert und uns etwa Drohnen auf den Hals hetzt. Unsere Eindrücke lest ihr im Artikel.

Eine mittelgroße Halle im Warrengate-Wasserwerk, darin am anderen Ende ein APC und eine aus insgesamt 15 Wellen bestehende Schutzgarde der The Last Man Battalion. Das erste Übergriff namens "Falcon verloren" in The Division könnte minimalistischer nicht sein. Der neue Einsatz ist das Kernelement des jüngst auf die Server aufgespielten Gratis-Updates in der Versionsnummer 1.1, der im Übrigen noch den Item-Handel und mit Supply Drops ein globales Dark-Zone-Event ins Action-Rollenspiel bringt. "Falcon verloren" wurde von der Community mit Vorfreude erwartet, nicht wenige erhoffen sich von dem neuen Einsatz frische Impulse, fällt das Endgame in The Division doch bislang arg überschaubar aus - ein Kritikpunkt, dem wir uns bereits in einer Kolumne annahmen.

Doch das Warten auf den ersten Übergriff hat sich unserer Meinung nach nur bedingt gelohnt. Auch im neuen speziell für vier Agenten ausgerichteten Team-Einsatz geht es primär darum, Gegnerwellen zurückzuschlagen, wenngleich Ubisoft Massive zusätzliche Aufgaben eingestreut hat. "Falcon verloren" beginnt unspektakulär: Während uns Faye Lau via Funk kurz die Lage im besagten Warrengate-Wasserwerk skizziert, steigen wir einen Abwasserkanal hinunter und treffen prompt auf einen neuen Gegnertyp. Lesetipp: Alle Rüstungs-Sets in The Division Patch 1.1 im Guide.

Hochwertige Beute: Fürs Abschließen von 'Falcon verloren' winken mächtige Set-Gegenstände als Belohnung. Quelle: PC Games Hochwertige Beute: Fürs Abschließen von "Falcon verloren" winken mächtige Set-Gegenstände als Belohnung. Im ersten Übergriff machen uns nämlich Drohnen das Leben schwer. Weil diese einfach über Deckungen hinweg fliegen können, sind häufige Positionswechsel angesagt. Einige Drohnen sind gar mit einem Elektro-Waffensystem ausgerüstet, das uns temporär handlungsunfähig - und damit zur leichten Beute - macht. Soweit prima, haben wir uns solche nicht-humanoiden Feind im Hauptspiel schmerzlich vermisst! Wenige Minuten Marsch durchs Kanalisationssystem Manhattans später stoßen wir schließlich in die eingangs erwähnte Halle und damit dem letzten Schauplatz von "Falcon verloren" vor. Richtig gelesen, mehr gibt's nicht.

Nicht nur menschliche Gegner: Im ersten Übergriff von The Division machen wir Bekanntschaft mit agilen Drohnen. Quelle: PC Games Nicht nur menschliche Gegner: Im ersten Übergriff von The Division machen wir Bekanntschaft mit agilen Drohnen. Immerhin ist die Ausgangslage vor Ort recht interessant. Den APC können wir nicht einfach ausschalten, indem wir blindlings auf das Fahrzeug ballern. Stattdessen müssen wir am kugelsicheren APC Sprengladungen anbringen, die Elite-Soldaten des The Last Man Battalion nach ihrem Ableben alle paar Wellen fallenlassen. Besagte Ladungen können wir aber nicht ohne Weiteres anbringen. Zwei automatische Geschütztürme halten uns davon ab. Mit zwei räumlich getrennten Schaltern deaktiviert unsere Gruppe die Türme für einen kurzen Augenblick und verschafft damit dem Bombenträger etwas Zeit, die Ladung am APC scharf zu machen. Das Prozedere müssen wir während der 15 Wellen starken Feindstärke mehrmals wiederholen.

Mit Schrotflinten ausgerüstete Soldaten sind in The Division nach wie vor die größte Herausforderung. Quelle: PC Games Mit Schrotflinten ausgerüstete Soldaten sind in The Division nach wie vor die größte Herausforderung. Mit einem eingespielten Team fast schon ein Klacks, wird der Einsatz in einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe unserer Erfahrung nach häufig zum Fiasko. Mitspieler laufen chaotisch durch die Halle, preschen leichtsinnig vor oder nähern sich den Automatikgeschützen am APC und sterben dann weit entfernt von der Gruppe. Da eine automatische Wiederbelebung nicht möglich ist, hat der Verlust von zwei oder mehreren Verbündeten meist den Neustart des kompletten Übergriffs zufolge. In der Hinsicht hat Ubisoft Massive jedenfalls Wort gehalten: Ohne Absprachen und rudimentäres Teamplay ist in "Falcon verloren" schon auf dem leichtesten der zwei Schwierigkeitsgrade schnell Schicht im Schacht.

Zur Abwechslung gilt es nicht einfach die Lebenspunkte des Bosses (hier: APC) runterzuballern. Stattdessen müssen wir Sprengladungen an dem Fahrzeug anbringen, sobald wir die Automatikgeschütze lahmgelegt haben. Quelle: PC Games Zur Abwechslung gilt es nicht einfach die Lebenspunkte des Bosses (hier: APC) runterzuballern. Stattdessen müssen wir Sprengladungen an dem Fahrzeug anbringen, sobald wir die Automatikgeschütze lahmgelegt haben. Dass Bosse in The Division ausnahmsweise mehr sind als Kugelschwämme und deren Eliminierung mit diversen Herausforderungen verknüpft sind, begrüßen wir. Dennoch kamen wir beim Spielen nicht von dem Gefühl los, Ubisoft Massive hat den Schwierigkeitsgrad künstlich hochgeschraubt, um die dünne Spielzeit von circa 30 Minuten zu strecken. Während Veteranen reguläre Fußsoldaten und Drohnen vor keine ernsthaften Probleme stellen, sieht es bei den berüchtigten Schrotflinten-Stürmern ganz anders aus. In einigen Wellen bekommen wir es mit ganzen Heerscharen der Kerle zutun, die von mehreren Orten gleichzeitig anrücken und uns bei Kontakt mit zwei, drei Treffern ins Jenseits schicken.

Am Ende lässt uns "Falcon verloren" etwas enttäuscht zurück. Nicht falsch verstehen, der Arena-ähnlichen Spielmodus passt durchaus zu The Division und macht aufgrund der oben skizzierten Ansätze sicherlich für einige Runden Spaß. Aber andere Spiele sind in der Hinsicht schon einfach weiter. Destiny bietet mit dem Gefängnis der Alten etwa einen vergleichbaren Spielmodus. Dort variieren allerdings zusätzlich noch Schauplätze und Gegner - und Modifikatoren bringen eine weitere Zufallskomponente ins Spiel. Schade auch, dass der erste Übergriff in The Division nur lose an die Story im Hauptspiel angebunden wird. Bleibt zu hoffen, dass es beim zweiten Versuch besser klappt. Im Mai soll schließlich schon der zweite Übergriff an den Start gehen.

Hinweis: Beim Spielen von "Falcon verloren" trat ein reproduzierbarer Bug auf, der Spieler in eine Ladepausen-Dauerschleife schickt.

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