Tobyfox liefert mit Undertale ein Rollenspiel von Monstern und Menschen, das viel mehr zu bieten hat als man auf den ersten Blick vielleicht vermutet.
Quelle: Games Aktuell
Bombenangriff: Gegnerischen Attacken weichen wir in einem kleinen Bildfenster aus. Alle Gegner besitzen dabei spezifische Angriffe. (PC)
Ähnlich wie Alice im Wunderland gerät die kleine Protagonistin von Undertale in die verrückte Welt der Monster. Die Bewohner der Unterwelt meinen es jedoch nicht gut mit uns. Der fiese Monsterkönig braucht nämlich die Seele eines Menschen, um unsere Heimat zu vernichten. Die Retro-Optik des Titels mag anfangs gewöhnungsbedürftig ausfallen. Die minimalistische 8-Bit-Umgebung, die wir ausschließlich im 4:3 Bildformat erleben steht dem Titel aber durchaus gut. Im Kern ist Undertale ein waschechtes Rollenspiel. So erkunden wir Städte und Dungeons, sammeln Ausrüstung und lösen Rätsel. Deren Design fällt stets humorvoll und kreativ aus. Ab und an schickt uns Undertale dabei auch in kurze Action-Sequenzen. Rollenspiel-typisch kämpfen wir natürlich auch gegen allerhand Monster.
Die Kämpfe sind rundenbasiert und setzen auf unser Reaktionsvermögen. Um den Gegnern einzuheizen, drücken wir im richtigen Moment eine Taste, feindlichen Attacken weichen wir in einem kleinen Bildfenster aus. Je nach Anzahl und Stufe der Gegner fällt das durchaus fordernd aus und überrascht uns stellenweise mit Bullet-Hell-Sequenzen. Pazifisten können den Titel übrigens auch spielen, ohne ein einziges Monster zu töten. Jeden Gegner können wir nämlich durch Komplimente oder Flirts beschwichtigen. Haben die Monster schließlich die Lust am Kämpfen verloren, können wir sie verschonen. Je nach Gegnertyp dauert das zwar oft länger als ein regulärer Kampf, unser Gewissen dankt es uns aber. Im Spielverlauf wirkt sich unser Vorgehen nämlich spürbar aus. Respektieren wir die Monster, wächst uns die verrückte Spielwelt mit ihre merkwürdigen Bewohnern richtig ans Herz.
