Die Grafik nicht auf der Höhe der Zeit und dann auch noch verschoben: Wieso Star Fox Zero dennoch Hitpotenzial hat, verrät unsere Vorschau.
2015 war ein hartes Jahr für Nintendo-Fans. The Legend of Zelda hält irgendwo einen Dornröschenschlaf, Lückenfüller wie Amiibo Festival konnten nicht überzeugen und dann zeigte sich Star Fox Zero bei ersten Spielterminen von seiner - wir bitten um Entschuldigung - hässlichsten Seite. Doch zum einen gibt es einen Grund für die eher simple Optik, zum anderen sieht das Weltraumabenteuer mit Fox und seinen Freunden inzwischen deutlich besser aus als noch vor einem halben Jahr.
Doppelt so viel Arbeit
Quelle: Games Aktuell
In der Luft: Das grüne Fadenkreuz wird entweder mit den Sticks gesteuert oder per Gyroskop bewegt. Gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber. (Wii U)
Der Grund für die mangelhaften Texturen und aus simpler Geometrie aufgebauten Objekte ist das Gamepad der Wii U. Auf dem wird nämlich gleichzeitig zum Geschehen aus der Third-Person-Perspektive auf dem Fernseher die Cockpitansicht des Fluggerätes angezeigt. Da der Co-Entwickler Platinum Games sehr viel Wert auf flüssige 60 BpS legt, bedeutet das eine doppelte Rechenbelastung für die ohnehin schon nicht besonders potente Nintendo-Konsole. Wichtig ist die Ansicht auf dem Gamepad, wenn man mithilfe des Gyroskopes des Controllers Feinde ins Fadenkreuz nimmt. Pflicht ist dieses Feature nicht, aber an manchen Stellen ist es einfacher, Gegner mit dieser Art des Zielens aufs Korn zu nehmen.
Eine Amiibo-Unterstützung soll Star Fox Zero ebenfalls haben, Details zu Modellen und wie das am Ende aussieht, ist nicht bekannt. Star Fox Zero ist - seines Titels zum Trotz - kein Prequel. Eine Fortsetzung oder ein Remake ist es laut Nintendo auch nicht, was wohl vor allem neuen Spielern den Einstieg erleichtern soll. Der letzte Teil auf dem Nintendo 64 ist ja schon ein paar Jahre her. Das Spielprinzip orientiert sich am Vorgänger Lylat Wars; das bedeutet, dass man die meiste Zeit in einem Airwing verbringt und feindliche Luft- und Bodenfahrzeuge durch Beschuss dezimiert. Währenddessen wendet man waghalsige Manöver wie etwa die zum Mem-Status erhobene "Barrel Roll" an. Man düst nicht nur über Planetenoberflächen (darunter zum Beispiel eine Schneeumgebung), sondern auch durch die Weiten des Weltalls.
Quelle: Games Aktuell
Auf dem Boden: Man besucht mit Fox unterschiedliche Planeten und somit auch Klimazonen. Der Airwing befindet sich gerade in Panzerform. (Wii U)
Erweitert wird das Fliegen von Mecha-Sequenzen. Die meisten Fahrzeuge lassen sich in panzerartige Roboter oder in sogenannte Walker umwandeln und tragen so zum Abwechslungsreichtum bei. Auf die tierischen Begleiter von Fox wie Hase Peppy oder Falco muss man in Star Fox Zero nicht verzichten. Die Teammitglieder helfen dem Protagonisten in Luftschlachten unter anderem mit Ablenkungsmanövern. Ewige Rivalen wie Pigma und Wolf feiern auf der Wii U ebenfalls ihre Rückkehr. Technik ist nicht alles, richtig. Aber mit Sicherheit sind nicht nur wir froh, dass Platinum Games und Nintendo noch einmal mit dem Poliertuch über Star Fox Zero gegangen sind. Es muss ja keine Grafikreferenz werden - aber wenigsten hübscher als Lylat Wars.
Meinung
Pro und Contra
+ Einzigartige Steuerung mit Extra-Cockpitansicht
+ Spaßige Luftkämpfe
+ Wiedersehen mit beliebten Helden wie Fox und Peppy
+ Viele Locations
- Kein Mehrspieler-Part
- Altbackene Optik
Wertungstendenz
75 - 88
Fazit
Außergewöhnliche Luftkämpfe mit einzigartiger Steuerung, aber auch wenig prickelnder Grafik.
