Nier: Automata in der Vorschau - Ein erster Blick auf das ungewöhnliche Action-RPG
Special
Platinum Games (Bayonetta) trifft auf Square Enix (Final Fantasy). Der Geheimtipp Nier geht im Jahr 2016 in die nächste Runde - ob das Action-RPG nun endlich die verdiente Aufmerksamkeit bekommt?
Nier? Was ist das denn? Und wieso bekommt das eine Fortsetzung? Keine Sorge, wir sind da, um diese Fragen zu beantworten. Das Action-Rollenspiel aus dem Jahr 2010 war ein Spin-off zur Drakengard-Reihe und erzählte die Geschichte eines Vaters, der ein Heilmittel für seine todkranke Tochter sucht. Während die Meinung der Presse zu Nier alles andere als homogen war - die Wertungen reichten von 50 % Spielspaß bis in den 90er-Bereich -, waren die meisten Zocker begeistert von den Charakteren und der spannenden Handlung. Jetzt bekommt das Setting eine zweite Chance
Auf ein Neues
Quelle: Games Aktuell
Effektvoll: Es wird definitiv mehr Spielfiguren als 2B geben. Ob auch andere Feinde als Roboter auftauchen, ist allerdings noch nicht sicher. (PS4)
Viele Mitarbeiter des ersten Teils werkeln seit einigen Jahren an der Fortsetzung Automata, die man übrigens auch problemlos genießen können soll, wenn man das erste Spiel nicht kennt. Damit die Kämpfe noch mehr Spaß machen, heuerte Square Enix den japanischen Action-Spezialisten Platinum Games an, während Design, Story und Rollenspielelemente vom alteingesessenen Team bearbeitet werden. Die Geschichte von Automata setzt an einem der Enden von Nier an. Unterschiedliche Ausgänge der Geschichte sollen auch in der Fortsetzung möglich sein und gar unterschiedliche Waffen freischalten - hört sich ganz danach an, als gäbe es einen New-Game-Plus-Modus.
Die Hauptfigur hört auf den Namen 2B und ist eine Androidin, die in den Kampf gegen außerirdische Invasoren geschickt wird. Es soll aber weitere spielbare Charaktere neben der kaltblütigen 2B geben, darunter mindestens ein männlicher Protagonist. Und wieso metzelt sich eine Androidin mit einem Katana bewaffnet durch Horden von Robotern? Ganz einfach: Eine außerirdische Macht hat die Erde angegriffen und schickt mechanische Soldaten ins Feld. Die Menschheit hat sich auf den Mond zurückgezogen und fertigt dort für den Kampf optimierte künstliche Menschen - 2B ist eine von ihnen.
Frischer Wind
Quelle: Games Aktuell
Schön schräg: Nier: Automata bietet eine ungewöhnliche Story und ein interessantes Setting.
Action trifft auf Rollenspiel: Die beiden wichtigsten Elemente von Automata sollen gleichberechtigt nebeneinander existieren und sich ergänzen. Obwohl wir die Fortsetzung von Nier noch nicht selbst spielen konnten, sehen die Kämpfe doch sehr unterhaltsam aus und wir sind mehr als gewillt, einen Vertrauensvorschuss zu gewähren. Denn wenn es jemanden gibt, der ein Händchen für ausgefallene und motivierende Kampfmechaniken hat, dann sind es die Macher von Bayonetta, Vanquish und Metal Gear Rising: Revengeance. Ob sich grafisch bis zum Release etwas tut, bleibt abzuwarten. Noch wirkt die Optik etwas austauschbar, was bereits beim Vorgänger ein Kritikpunkt war. Liefert Nier: Automata aber wieder eine ähnlich spannende Story, dann steht dem Erfolg nichts mehr im Wege - wenn denn genug Spieler aufmerksam werden auf die Fortsetzung, mit deren Ankündigung wohl niemand gerechnet hat.
Meinung
Pro und Contra
+ Kämpfe wirken sehr spaßig
+ Das Team des Vorgängers wurde für Teil 2 wieder versammelt
+ Unterschiedliche Handlungsstränge
- Optik wirkt noch etwas karg
- Story-Prämisse scheint etwas abstrus
Wertungstendenz
70 - 88
Fazit
Nier: Automata ist ein vielversprechender Hybrid aus Action und Rollenspiel mit interessantem Setting.
