Tales from the Borderlands im Test: Unterhaltsames Adventure mit schwarzem Humor
Test
Willkommen auf Pandora! Dem Ort, wo Humor und Unterhaltung in den Vordergrund gestellt werden! Ein Telltale-Episoden-Adventure der besonderen Art für PS4, PS3, Xbox 360 und Xbox One.
Fast ein ganzes Jahr ist es jetzt her, dass Telltale Games die erste Folge zu Tales from the Borderlands veröffentlichte. Vier weitere folgten in recht großen Zeitabständen. Ein Indiz für Probleme? Möglicherweise, denn scheinbar gab es Umstrukturierungen, da am Ende der Epsioden nicht verwendete Szenen auftauchen und auch so manche Story-Wendung nicht passt. Dennoch gehört das Adventure zu Telltales besten Spielen seit The Walking Dead: Season 1 und The Wolf Among Us ! Die abwechselnd spielbaren Protagonisten Rhys und Fiona wirken glaubwürdig sowie lebendig. Die Charakterzüge der beiden kann man als Spieler durch verschiedene Antwortmöglichkeiten in Gesprächen beeinflussen. Davon abgesehen wirken sich die Entscheidungen aber nicht merklich aus.
Die Reise über den Planeten Pandora ist geprägt von amüsanten Anspielungen, Wortspielen und verrückten Ideen, die der Originalserie alle Ehre machen. Wer die Borderlands-Serie kennt, wird viel lachen, aber auch ohne Fan zu sein, ist Tales from the Borderlands unglaublich amüsant. In den 10 Stunden Spielzeit bringen emotionale Szenen einen Ausgleich zum Humor. Allerdings gibt es auch langweilige Phasen mit belanglosen Dialogen, wodurch die Spannungskurve stark abfällt. Aufgefangen wird das von dem fantastischen Soundtrack, den starken englischen Synchronsprechern und der filmähnlichen Qualität, die eine tolle Borderlands-Atmosphäre erzeugen. Durch wenige, simple Rätsel und kaum Tasteneingaben spielt sich das Adventure fast von alleine. Die Grafik ist an sich eher veraltet, jedoch kommt das dank der dicken, schwarzen Linien nicht so zum Tragen.
