Weit entfernt von klischeehaften Teenie-Dramen schafft Square Enix mit dem Adventure Life is Strange eine echte Story-Perle!
Life is Strange entführt euch in die Welt von Max Caulfield. Nach fünf Jahren kehrt die 18-Jährige in ihre Heimatstadt zurück. Die Protagonistin ist aber alles andere als ein gewöhnlicher Teenie: Max hat unheimliche Visionen und kann sogar die Zeit zurückdrehen.
Charaktertiefe statt Klischee
Faszinierend an Square Enix' erstem Erfolgs-Adventure im Telltale-Stil ist die Präsentation. Die Grafik kann zwar mit den großen Namen nicht mithalten, aber alles ist in sich stimmig, mit vielen herbstlichen Braun- und Goldtönen. Objekte der Spielwelt werden grundsätzlich verwaschen dargestellt, da nur Aussagekräftiges detailliert gestaltet ist. Die Gesichter der Charaktere wirken leider hölzern und vermitteln kaum Emotionen. Ausgeglichen wird das aber durch die fantastische Atmosphäre, die vom hervorragenden Soundtrack untermalt ist. Die Figuren in Life of Strange scheinen zunächst sehr klischeehafte Teenager zu sein. Jedoch entwickeln die Hauptcharaktere mit der Zeit eine interessante Tiefe in ihrer Persönlichkeit.
Cliffhanger und Plot-Twists
Die größte Stärke von Life is Strange ist aber die großartige Handlung. Über fünf Episoden verteilt, findet ihr so manch überraschende Wendung und das typische Teenie-Drama entwickelt sich zu einem Thriller mit düsteren Themen wie Suizid, Mord und Totschlag. Die Cliffhanger am Ende jeder Episode sind zum Nägelkauen, wodurch noch mehr Spannung erzeugt wird. Außerdem ist jede Episode mit Hinweisen auf das Ende gespickt, jedoch erkennt man diese zunächst nicht. Max möchte alle Probleme ohne Konsequenzen lösen, muss aber schnell feststellen, dass dies nicht möglich ist. Je nachdem, was ihr zu opfern bereit seid, erlebt ihr zwei unterschiedliche Enden.
