Charakterentwicklung gehört mittlerweile nicht länger zur Ausnahme von Videogames. Wir bekommen immer komplexere Figuren mit Stories, die tiefe Aussagen haben und häufig mehr sind als wandelnde Klischees. Dann gibt es jedoch nicht zu selten immer noch Prinzessinnen, die gerettet werden müssen, Familien, die Rache benötigen und Charaktere, die einfach lernresistent sind.
Als Metroid: Other M vor einigen Jahren erschien, waren viele Fans nicht allzu sehr angetan von Samus Arans neuestem Abenteuer. Es waren jedoch nicht Leveldesign, Gameplay oder irgendwelche Bossfights, die Spieler nervten. Viel mehr war die neue Story der altbekannten Heldin Grund, wieso Fans sich nicht mit dem Titel anfreunden konnten. Allein dies zeigt, dass Story, Narration und Charakterentwicklung viel wichtiger für Videospiele geworden sind und Metroid: Other M ist ein Paradebeispiel für Charakterentwicklung, die ordentlich daneben ging.
Gleichzeitig gibt es aber auch Videospielhelden, die seit Jahren den selben Mist anrichten, nie dazulernen und bei denen wir uns fragen, wer von uns jetzt der Depp ist. Von Super Mario bis God of War bringen wir euch die Charaktere, die dringend eine Stunde bei ihrem Psychotherapeuten und rituellen Schamanen benötigen. Introspektion ist das Schlüsselwort, wenn wir es mit diesen Vögeln zu tun haben. Aber hey, manchmal freuen wir uns sogar, wenn ein Charakter konstant unverändert bleibt. Wie seht ihr das, steht ihr darauf, wenn eure Helden sich entwickeln oder wollt ihr lieber alte Helden wahren, auch wenn die Gefahr auf Stagnation besteht?