Retro Special: Dungeon Keeper

News Iris Friedrich

1997 erschuf Peter Molyneux für Entwickler Bullfrog Dungeon Keeper. Endlich konnten wir einmal nicht als der strahlende Held, sondern als übelmeinender Herrscher unseres eigenen Dungeons eine Falle für Strahlemänner und Gutmenschen bauen. Das Aufbauspiel punktete mit seinem schrägem Humor, dem indirekten Gameplay und einer bunten Mischung verschiedener Fantasy-Kreaturen von Zauberer bis Vampir und natürlich dem Dämon Horny. Unser Retro-Video stellt euch Dungeon Keeper vor.

Für das heutige Retro Special haben wir das Strategie-Spiel Dungeon Keeper von Designer Peter Molyneux gezockt. Bullfrog präsentierte 1997 erfrischend neue Spielprinzipien, die dank der Version von Good Old Games noch heute gut spielbar sind. Dungeon Keeper lässt uns im Gegensatz zum klassischen Fantasy-Heldenspiel in die Rolle des Bösen schlüpfen und unsere eigene Heldenfalle erbauen. Durch indirektes Gameplay können wir nicht selbst Räume erschaffen und ausbauen, sondern lediglich unseren Dienern der ersten Stunde, den sogenannten Imps, befehlen, dies zu tun. Auch die schrägen, monströsen Bewohner unserer Unterwelt können wir nicht einfach kaufen, sondern sie nur wie jeder gute Bösewicht mit Vergünstigungen locken. Anstelle von Zahnersatz bieten wir einer Anzahl verschiedener Fantasy-Kreaturen ihre bevorzugten Aufenthaltsorte an, beispielsweise Zauberern eine Bibliothek und Trollen eine Werkbank. Nach und nach wird dann unser Dungeon besiedelt und schließlich die auswärtigen Helden besiegt. Im Multiplayer Modus kann man allerdings auch gegen andere Dungeon Keeper antreten.

Zum Erfolg von Dungeon Keeper und seiner Fortsetzung tragen neben dem Gefühl der Allmacht des Bösen als übler Herrscher der Unterwelt sicherlich auch die stimmungsvollen Sounds, der eigenwillige Humor und nicht zuletzt die sarkastischen Kommentare, die einem ins Ohr geraunt werden, bei. Neben der Perfektionierung des eigenen Dungeons bringt das eigenständige Herumgewusel der angelockten Monster einiges an Spaß. Allerdings arbeitet auch das Böse nicht umsonst und so sollte man tunlichst immer genug Gold am Zahltag, immer frisches Hühnchen und einen freundlichen Folterkeller sein Eigen nennen, um die Angestellten bei Laune zu halten. Alles in allem ist Dungeon Keeper auch heute noch ein ausgesprochen kurzweiliges Spiel, das perfekt zum Zeitvernichten geeignet ist. Wir haben den größten Dungeon Keeper-Fan der Redaktion, Zam, direkt einmal interviewt und ihn um Insider-Tipps gebeten. Wenn auch ihr euer Dungeon-Herz an Horny verloren habt, schaut euch das Retro Special an! Mehr zu Retro Games und Nerdkultur findet ihr wie immer auf unserer Playtime Seite.

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