Leviathan, der jüngste DLC für Mass Effect 3, erscheint nun fast ein halbes Jahr nach Veröffentlichung des Hauptspiels. Nach Aus der Asche ist Leviathan die zweite Story-Erweiterung und bringt zu einem Preis von zehn Euro drei Stunden lang neue Abenteuer für Shepards Crew mit sich. Ob sich die Anschaffung lohnt, lest ihr in unserem Test.
Bereits zum Verkaufsstart von Mass Effect 3 wurde der N7-Collector's Edition der erste DLC Aus der Asche beigelegt. Nach zwei kostenlosen Multiplayer-Erweiterungen sowie dem viel diskutierten Extended Cut des Endes wird jetzt mit Leviathan der erste Story-DLC um Commander Shepard und seine Crew nachgereicht, wobei dieser jedoch geschichtlich noch vor dem großen Finale angesiedelt ist.
Der 1,7 GB schwere DLC bietet zum Preis von etwa 10 Euro rund drei Stunden neue Spielzeit. Story-technisch drehen sich die Missionen um die Suche nach dem legendären Leviathan. Dieser soll in der Vergangenheit in der Lage gewesen sein, einen der berüchtigten Reaper zu töten, was Shepard & Co veranlasst, den Leviathan zu suchen, um ihn als Verbündeten für sich zu gewinnen. Im Test lest ihr, ob sich ein erneutes Losfliegen mit der Normandy noch lohnt, oder ob ihr das Kapitel Mass Effect 3 lieber ruhen lasst.
Quelle: Bioware
Insbesondere die Unterwasser-Abschnitte stechen bei Leviathan positiv durch ihre Atmosphäre hervor.
Abwechslungsreiches Missionsdesign in Serientradition
Nach dem Download der Dateien bekommt ihr eine Nachricht von Fleet Admiral Hackett, der euch in Dr. Brysons Labor auf der Citadel schickt. Das Labor dient im DLC als eine Art Hub zwischen den drei verschiedenen Missionen, die mit dem Download neu dazugekommen sind. Von dort aus verfolgt ihr mit detektivischem Spürsinn die Anhaltspunkte, die euch zum Leviathan führen sollen. Eure größte Hilfe bei der Ermittlung ist die Boardcomputer-Dame EDI, mit deren Hilfe ihr die Unterlagen des Wissenschaftlers Bryson nach Hinweisen durchforstet. Darüber hinaus warten im Labor diverse Waffen-Updates auf euch.
Das Labor selbst gestaltet sich hierbei als angenehm detailliert designt, auch wenn sich der DLC sonst maßgeblich an der Optik des Hauptspiels orientiert. Die Missionen an sich wissen vor allem durch die Abwechslung aus ruhigen Dialog-Sequenzen, Rätseln und heftigen Action-Schießereien zu überzeugen und grenzen sich damit deutlich von den regulären Nebenmissionen des Hauptspiels ab. Besonders markant und gelungen sind die im Vorfeld intensiv beworbenen Unterwasser-Abschnitte, die jede Menge Bioshock-Flair aufkommen lassen.
