Xbox 720: Halo-Entwickler gegen mögliche Gebrauchtspiel-Sperre
Falls die Xbox 720 tatsächlich eine Sperre für Gebrauchtspiele einführen sollte, wäre dies laut Matthew Karch von Halo-Entwickler Saber Interactive definitiv der falsche Schritt. (5)
In den letzten Wochen äußerten immer mehr Entwickler ihre Hoffnungen und Wünsche im Bezug auf eine mögliche Xbox 720. Dabei gingen einige Studios sogar so weit und äußerten ihren Wunsch, dass der Xbox-360-Nachfolger doch eine Sperre für Gebrauchtspiele einführen solle. In einem aktuellen Interview verriet Matthew Karch, derzeitiger CEO von Halo-Entwickler Saber Interactive, dass dies jedoch der falsche Schritt sei. Karch könne nachvollziehen, weshalb der Gebrauchtmarkt für Spieler wichtig ist und wirft einen differenzierten Blick auf die Thematik.
"So lange Spiele auf einem physischen Medium vertrieben werden, sollten Spieler das Recht haben, sie zu kaufen und zu verkaufen." Laut Karch solle jemand, der 60 US-Dollar für ein Spiel bezahlt, nicht dazu gezwungen werden, es zu behalten. Wenn es jedoch um digital erhältliche Spiele geht, die lediglich rund 15 US-Dollar kosten, sei an Weiterverkauf an dieser Stelle nicht sinnvoll. Das vollständige Interview zur Xbox 720 mit Matthew Karch von Saber Interactive findet ihr auf computerandvideogames.com.
Im Endeffekt schadet sich die Industrie selbst, da mit Sicherheit zu
noch mehr Raubkopien kommt.
Wenn die Firmen den Gebrauchtmarkt schwächen wollen, müssen sie sich einfach was andere und besseres einfallen lassen, als so eine Gebrauchtspiel-Sperre.