World of Warcraft: MMORPG verhalf Stephen Bannon indirekt ins Amt

News Sebastian Zelada
WoW Legion: Taure, Orc, Mensch
Quelle: Blizzard

Stephen Bannon ist außerhalb von US-Präsident Donald Trumps Dunstkreis ein unbeliebter Mann. Den Hass der Menschen kann er sich dank World of Warcraft jedoch wie kaum ein anderer zunutze machen. Letztlich brachte ihn das über Breitbart sogar in die Führungsriege der US-Regierung.

Wir rekapitulieren schnell: Stephen Bannon ist aktuell Chefstratege von Donald Trump und war zuvor für das alt-right Medienungetüm Breitbart verantwortlich. Was aber nicht viele wissen: Bevor all das geschah, verdiente sich der Mann seine Brötchen mit dem Verkauf von virtuellem Gold in World of Warcraft.

So spielt der World of Warcraft-Marktplatz Internet Gaming Entertainment aus dem Jahr 2006 eine wichtige Rolle im Werdegang Bannons. Internet Gaming Entertainment wurde vom ehemaligen Kinderstar Brock Pierce gegründet. Bannon war einer der Investoren. Doch nicht nur das: Er überzeugte auch die Investmentfirma Goldman Sachs davon, 60 Millionen Dollar in das Unternehmen zu stecken, um zu helfen, mit virtuellen Gütern zu handeln.

Laut Wired statteten Delegationen von Goldman Sache den Geschäftsstellen in Asien einige Besuche ab und waren letztlich überzeugt von der Idee, Menschen anzustellen, die im Akkord wertvolle Güter im Spiel farmten, damit diese dann im Westen teuer verkauft werden konnten. So kam es, dass am 7. Februar 2006 ein Vertrag unterzeichnet wurde, der 60 Millionen Dollar in die Kassen der fragwürdigen Internetfirma spülte.

Pierce steckte sich 20 Millionen ein und kontrollierte weiterhin die Firma, welche mehr als 250 Millionen Dollar in einem Jahr umsetze. 2007 folgte ein großer Gerichtsprozess, der von einem WoW-Spieler angestoßen wurde, der IGE beschuldigte, Spieler absichtlich benachteiligt zu haben. Danach verschwand IGE und tauchte als Affinity Media neu auf, welches von Bannon als CEO geleitet wurde. Von Spielern wurde er gehasst, da die Firma praktisch Geld mit dem Cheaten verdiente. Schließlich nahmen die WoW-Macher die von Bannons Firma kontrollierten Accounts aus dem Spiel. Bannon behielt die Rolle als CEO von Affinity Media bis 2012, bis er zu Breitbart wechselte. Dort konnte er sein Wissen um den Hass von Gamern kanalisieren und entschied sich, diesen bewusst zu steuern, indem er zunächst die Gamergate-Affäre über den mehr als streitbaren Journalisten Milo Yiannopoulos anheizte. Danach nutzte er seine neu gewonnene Lust an der Manipulation und Aufhetzung ignoranter Massen für die Mobilisierung der alt-right-Bewegung, welche Trump unterstützen und ihn letztlich ins Weiße Haus bringen sollte. Wer das Ganze noch in komödiantischer Form sehen möchte, schaut sich das folgende Video von Samantha Bee an:

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Quelle: Civilized.life

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